Aktuelle Rheuma-Meldungen
14.12.2011
Beruflich aktiv trotz Rheuma
Rheuma, d.h. in erster Linie die rheumatoide Arthritis, ist eine chronische und lebenslange Erkrankung. Dennoch müssen und wollen viele der Betroffenen trotz ihrer Krankheit einen Beruf ausüben. Da die rheumatoide Arthritis in den Anfangsstadien manchmal keine sofort ersichtliche Krankheit darstellt, können Betroffene im Arbeitsleben unter Umständen auf Unverständnis stoßen. Wichtig aufseiten der Betroffenen sind sicherlich auch gute Kenntnisse ihrer Erkrankung, um Überforderungen, die letztendlich zu einer Verschlimmerung des Krankheitsbildes führen können, zu vermeiden.
Was die Arbeitsagentur tun kann, um Rheumapatienten in Ausbildung und Arbeit zu bringen, erläutert Sascha Auch-Schwelk, Experte für den Bereich Teilhabe am Arbeitsleben in der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit: „Die Bundesagentur für Arbeit ist Träger der beruflichen Rehabilitation bzw. der Teilhabe am Arbeitsleben. Hierbei unterstützt sie sowohl junge Menschen bei der beruflichen Erstorientierung als auch Menschen, die krankheitsbedingt eine berufliche Um- bzw. Neuorientierung vornehmen müssen. Die Reha-Beratungsfachkräfte in den Agenturen für Arbeit können hierbei auf Fachdienste zurückgreifen, die dabei helfen, einen leidens- und leistungsgerechten Beruf zu finden. Dafür notwendige Ausbildungen oder auch Umschulungen können abhängig von Art und Schwere der Behinderung gegebenenfalls gefördert werden. Auch besondere Arbeitsplatzausstattungen können übernommen werden." Allerdings erfolge eine berufliche Rehabilitation bzw. die Teilhabe am Arbeitsleben nicht automatisch und ohne Beteiligung des Betroffenen, sondern immer erst auf Antragstellung.
Am 3. Dezember 2011 veranstaltete die Deutsche Rheuma-Liga Brandenburg in Potsdam ein Gesundheitspolitisches Forum, auf dem sich Vertreter von Politik, Krankenkassen, Ärzteschaft und der Patientenorganisation über bessere Möglichkeiten der beruflichen und medizinischen Integration rheumakranker Menschen beraten haben. „Für Betroffene ist das System der medizinischen und auch der beruflichen Rehabilitation sicher nicht ganz einfach zu durchschauen", erklärt Auch-Schwelk. „Mit einem solchen Forum schafft man den Raum für Aufklärung und das Aufzeigen von Möglichkeiten zum Verbleib oder aber zur schnellen Eingliederung in Arbeit. Wichtig ist an dieser Stelle ganz besonders auch die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern. Wir haben viele Möglichkeiten, Arbeitgeber zu unterstützten, an Rheuma erkrankte Menschen zu beschäftigen."
Quelle: Deutsche Rheuma-Liga Brandenburg
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