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Blutbild - Erklärung

Alpha-1-Fetoprotein


Warum wird dieser Wert gemessen?

Alpha-1-Fetoprotein (AFP) ist ein Eiweiß, das von bestimmten Geweben, den so genannten entodermalen Geweben, während der Empryonalentwicklung im Mutterleib produziert wird. Aus diesen Geweben bilden sich später Epithelzellen, also Zellen, die die Oberflächen von Haut und Schleimhäuten oder das Innere von Drüsen auskleiden. Bei Erwachsenen dient das AFP als Tumormarker. Der Wert liefert einen Hinweis darauf, wie sich bösartige Tumore entwickeln, z.B. in der Leber, in den Hoden oder in den Eierstöcken.

AFP wird manchmal auch bei schwangeren Frauen bei einer Fruchtwasseruntersuchung im Rahmen des Triple-Testes bestimmt: Erhöhte Werte können auf Fehlbildungen beim Ungeborenen wie eine Spina bifida aperta oder eine Anenzephalie hinweisen. Erhöhte AFP-Werte können auch bei Mehrlingsschwangerschaften oder bei einem Chorionkarzinom auftreten. Allerdings müssen die AFP-Werte immer mit Vorsicht beurteilt werden: Die Höhe des AFP-Wertes hängt von der Dauer der Schwangerschaft ab. Wurde das Alter des Ungeborenen ungenau berechnet oder kann nicht genau angegeben werden, ist der AFP-Wert weniger aussagekräftig. Es sind daher immer weitergehende Untersuchungen notwendig, um einen erhöhten AFP-Wert im Fruchtwasser abzuklären.

 

Welchen Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: Weniger als 7 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: Mehr als 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)

 

Welchen Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: Weniger als 7 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: Mehr als 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Werte können auf Leberkrebs (primäres Leberzellkarzinom) oder Metastasen von bösartigen Tumoren im Magen-Darm-Trakt, bösartigen Tumoren in den Hoden oder in den Eierstöcken und auf Dottersack-Tumore (Chorion-Karzinom) hindeuten.

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