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Angst


 
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Angststörungen zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Das Krankheitsbild ist durch exzessive Angstreaktionen bei gleichzeitigem Fehlen akuter Gefahren und Bedrohungen gekennzeichnet. Je nach Art der vorherrschenden Angst werden verschiedene Formen der Angststörung unterschieden:
  • Panikstörung
  • Generalisierte Angststörung
  • Phobische Störungen (z. B. Agoraphobie, soziale Phobie)

Bei der Panikstörung treten schwere Angstattacken plötzlich und unerwartet auf und zwar unabhängig von bestimmten Situationen. Innerhalb von Minuten steigert sich die Angst so weit, bis man sich von der Angst überwältigt fühlt. Der Betroffene leidet unter körperlichen Symptomen wie Beklemmungs- und Erstickungsgefühlen, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Taubheit und Kribbelgefühlen bis hin zur Furcht verrückt zu werden oder zu sterben.

Die generalisierte Angststörung entwickelt sich meist langsam. Die Betroffenen leiden unter wiederkehrenden wochen- oder monatelang andauernden allgemeinen Angstbeschwerden, Sorgen oder negativen Erwartungen. Diese beziehen sich auf eigentlich nicht realistische Befürchtungen in allen Dingen des täglichen Lebens. Die Betroffenen sind meist innerlich unruhig, angespannt und haben häufig Schlafstörungen.

Phobien sind ausgeprägte Ängste, die durch bestimmte Situationen, Objekte oder Aktivitäten ausgelöst werden. Danach entwickelt sich eine zunehmende Vermeidung der auslösenden Situation. Dies kann bis zu einer ausgeprägten Beeinträchtigung des Alltagslebens führen. Manche Menschen sind sogar sehr einfallsreich in der Entwicklung von Ausweichstrategien, so dass diese Störung manchmal jahrelang unentdeckt bleibt.

 
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Je nach auslösender Situation unterscheidet man verschiedene Formen von Phobien: Bei der Agoraphobie ("Platzangst") handelt es sich um die Angst vor Situationen, in denen man fürchtet, die Kontrolle zu verlieren oder in denen keine Fluchtmöglichkeit vorhanden ist. Patienten mit einer sozialen Phobie leiden immer dann unter einer starken Angst, wenn es um Begegnungen mit anderen Menschen geht. Patienten mit spezifischen Phobien umgehen möglichst bestimmte Situationen und Objekte, vor denen sie große Angst verspüren. Am häufigsten sind Tierphobien, (Hunde, Spinnen, Schlangen oder Mäuse) aber auch Blut-, Infektions- oder andere Situationsphobien sind bekannt.

Frauen sind häufiger als Männer von Phobien betroffen. 75–90% der Patienten mit Tierphobien und 55–70% der Patienten mit Phobien vor Blut oder Verletzungen sind weiblich. Rund 13% der Bevölkerung sind von sozialer Phobie, etwa 5% von einer Agoraphobie und ca. 9% von der spezifischen Phobie betroffen. Spezifische Phobien beginnen oft bereits in der Kindheit. Soziale Phobien treten häufig in der frühen Jugend, bei Eintritt der Pubertät auf; Agoraphobien vor allem zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

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