Internisten im Netz

Blutbild - Erklärung

Bilirubin


Warum wird der Bilirubin-Wert gemessen?

Bilirubin entsteht beim Abbau der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Der Bilirubin-Wert ist daher ein Maß dafür, wie viel rote Blutzellen abgebaut werden und wie gut dieses Abbauprodukt über die Leber ausgeschieden wird.

Wenn rote Blutkörperchen abgebaut werden, wird auch der rote Blutfarbstoff Hämoglobin aufgespalten und in den Eiweiß-Bestandteil Globin und den Farbstoff-Anteil "Häm" zerlegt. Aus dem "Häm" entsteht über mehrere Zwischenstufen Biliverdin und schließlich das gelbe Bilirubin. Bilirubin wird im Blut an das Eiweiß Albumin gekoppelt und zur Leber transportiert. Diese mit Albumin gekoppelte Bilirubin heißt „indirektes Bilirubin". Die Leber verbindet Bilirubin mit Glukuronsäure. Nun ist es wasserlöslich und kann mit der Galle ausgeschieden werden. Dieses Bilirubin nennt man „direktes Bilirubin".

 

Welchen Bilirubin-Wert sollten Männer aufweisen?

Gesamtes Bilirubin:

Untergrenze: 0,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 1,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

Direktes Bilirubin:

Obergrenze: 0,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

 

Welchen Wert sollten Bilirubin-Frauen aufweisen?

Gesamtes Bilirubin:

Untergrenze: 0,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 1,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

Direktes Bilirubin:

Obergrenze: 0,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Werte haben keine klinische Bedeutung.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Werte können auf Hepatitis, Leberzirrhose, Gallenstau, eine Entzündung der Gallengänge oder ein Dubin-Johnson- und Rotor-Syndrom hindeuten. Das indirekte Bilirubin ist bei einem natürlichen oder krankhaften Abbau roter Blutzellen und bei Morbus Gilbert-Meulengracht erhöht.

« vorherige Seite

nächste Seite »

Artikel mit Unterseiten drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema