Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

Biologika


Biologika sind gentechnisch hergestellte Abwehrstoffe (z. B. Antikörper), die speziell gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe gerichtet sind oder bestimmte Rezeptoren und Immunzellen hemmen. Biologika werden zur Zeit in erster Linie bei Patienten eingesetzt, die schlecht oder gar nicht auf die Therapie mit Basis-Medikamenten ansprechen.

Zu den Biogika zählen Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor Alpha (TNFα): Infliximab, Etanercept und Adalimumab. Die so genannten TNF-alpha-Blocker können je nach Wirkstoff zur Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, Morbus Crohn, idiopathischer Arthritis und Psoriasisarthritis angewandt werden.

In Deutschland sind 3 weitere Biologika zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen: Anakinra ist ein gentechnisch hergestelltes Eiweiß, das die Wirkung des Entzündungsbotenstoffs Interleukin 1 unterdrückt. Abatacept hemmt bestimmte Immunzellen, die so genannten T-Zellen, während Rituximab gegen B-Zellen gerichtet ist. Anakinra und Rituximab werden im Moment in der Regel nur verabreicht, wenn eine TNF-alpha-Antikörpertherapie versagt hat.

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis können die Biologika vor allem in Kombination mit dem Basis-Medikament Methotrexat die Schädigung der Gelenke schneller und wirkungsvoller aufhalten als das Methotrexat alleine. Sie werden entsprechend der in Deutschland bestehenden Therapieempfehlungen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis eingesetzt, bei denen eine alleinige Therapie mit 2 verschiedenen Basis-Medikamenten über 6 Monate hinweg nicht genügend gewirkt hat oder die diese nicht vertragen haben. Bei stark fortschreitendem Verlauf der rheumatoiden Arthritis mit Gelenkzerstörungen unter dem zuerst eingesetzten Basismedikament, können TNF-alpha-Blocker entsprechend der Therapieempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie bereits als 2. Basismedikament verabreicht werden.

 

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...