
Blutdruckmessung
Die Blutdruckmessung ist eine risikolose Routineuntersuchung, über die der Arzt erhöhte Blutdruckwerte (> 140/90 mmHg) feststellen kann. Bluthochdruck verursacht meist keine Beschwerden, kann aber zu schweren Schäden an lebenswichtigen Organen führen. Daher besitzt diese einfache Untersuchungsmethode einen großen Stellenwert in der ärztlichen Praxis - zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zur Kontrolle einer medikamentösen Therapie.
Der Blutdruck ist abhängig von der Herzleistung, dem Gefäßwiderstand und anderen Regelsystemen. Zur Bestimmung des Blutdrucks werden zwei Werte ermittelt, der systolische und der diastolische Blutdruck:
- Der systolische Druck (oberer Messwert) entspricht dem während der Anspannungs- und Auswurfphase der linken Herzkammer maximal entwickelten Druck. Die Anspannungs- und Auswurfphase wird als Systole bezeichnet. Der systolische Druck liegt normalerweise im Bereich von 110-130 mmHg.
- Der diastolische Blutdruck (unterer Messwert) entspricht dem niedrigsten Druck während der Entspannungs- und Erweiterungsphase des Herzmuskels. Die Phase zwischen größter Druckentwicklung (systolischer Druck) und größtem Druckabfall (diastolischer Druck) wird als Diastole bezeichnet. Während der Diastole füllen sich die Herzkammern mit neuem Blut. Der diastolische Druck liegt normalerweise im Bereich von 80-89 mmHg.


