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Blutbild - Erklärung

Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit


Warum wird die Blutsenkung gemessen?

Mit der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) wird die Absinkgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im unrinnbar gemachten Blut bestimmt. Der Test ist ein Suchtest bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung. Durch mehrmalige Bestimmung der BSG kann der Arzt den Verlauf der Erkrankung beurteilen. Die BSG wird auch als Erythrozytensedimentationsrate (ESR) oder Blutsenkung bezeichnet.

 

Welche Blutsenkungsgeschwindigkeit sollten Männer aufweisen?

Jünger als 50 Jahre: 

Untergrenze: 3 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 10 Millimeter pro Stunde (mm/h)

Älter als 50 Jahre:

Untergrenze: 3 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 20 Millimeter pro Stunde (mm/h)

 

Welche Blutsenkungsgeschwindigkeit sollten Frauen aufweisen?

Jünger als 50 Jahre: 

Untergrenze: 6 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 20 Millimeter pro Stunde (mm/h)

Älter als 50 Jahre:

Untergrenze: 6 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 30 Millimeter pro Stunde (mm/h)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Werte (verlangsamte Blutsenkung) können auf eine Zunahme der roten Blutkörperchen (Polyglobulie), eine Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark (Polycythaemia vera) oder bestimmte Lebererkrankungen hindeuten.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Werte (beschleunigte Blutsenkung) können auf Entzündungen, Tumore oder eine Ablagerung von krankhaft veränderten Proteinen (Amyloidose) hindeuten.

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