Bei einem exogenen Cushing-Syndrom werden sämtliche Kortisonpräparate abgesetzt, allerdings nicht abrupt von einem Tag auf den anderen, sondern die Dosis wird langsam reduziert.
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| Bild: Lungenkarzinom |
Tumore, die ein
endogenes Cushing-Syndrom verursachen, z. B. in der Hirnanhangsdrüse oder den Nebennieren, werden in der Regel operativ entfernt. Bei einem bösartigen Tumor, der im Übermaß ACTH produziert (paraneoplastisches Cushing-Syndrom), hängt die Therapie vom zugrunde liegenden Tumor ab. Häufig wird ein paraneoplastisches Cushing-Syndrom durch
Krebs in der Lunge verursacht, der zumindest im Anfangsstadium entfernt werden kann. Ebenso kann ein ACTH-produzierender Tumor in der Bauchspeicheldrüse durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Wenn der ACTH-produzierende Tumor nicht beseitigt werden kann, entweder weil der Patient wegen Begleiterkrankungen nicht operiert werden darf oder weil die Tumorkrankheit zu weit fortgeschritten ist, kann der Tumor unter Umständen
bestrahlt oder mit einer
Chemotherapie bekämpft werden.
Auch Medikamente, die die Kortisol-Produktion in der Nebennierenrinde hemmen (Adrenostatika), können zum Einsatz kommen. Zu den Adrenostatika gehören o-p-DDD, Aminoglutethimid oder Metopiron sowie Lisurid, Bromocryptin, Ketoconazol + Octreotid. Letztere hemmen die CRH- bzw. ACTH-Produktion und bremsen damit indirekt die Nebennierenrinde.