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Depression


Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen Beschwerden äußern kann: Eine anhaltende gedrückte Stimmung, Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie vielfältige körperliche Symptome, von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen, sind mögliche Anzeichen einer Depression. Die Mehrheit der Betroffenen hegt früher oder später Selbstmordgedanken, 10–15% aller Patienten mit wiederkehrenden depressiven Phasen sterben durch Suizid. 

Viele der Betroffenen suchen keinen Arzt auf, sei es aus Unwissenheit, Verdrängung oder aus Schamgefühl. Häufig werden aber auch Depressionen aufgrund ihres vielfältigen Erscheinungsbildes vom Hausarzt nicht erkannt. Es gehört neben medizinischem Fachwissen viel psychiatrische Erfahrung dazu, um eine Depression schnell und sicher zu diagnostizieren. Wird einmal die richtige Diagnose gestellt, ist die Lage alles andere als aussichtslos. In den letzten Jahrzehnten hat sich hinsichtlich der Therapie einiges getan und mehr als 80% der Erkrankten kann dauerhaft und erfolgreich geholfen werden.

Von unipolarer Depression spricht man, wenn depressive Phasen, jedoch keine manischen Phasen auftreten. Treten außer den Symptomen der Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut und Interesselosigkeit auch Phasen grundloser, übermäßig gehobener und distanzloser Stimmung (Manie) auf, liegt eine so genannte bipolare Störung vor. Bei ca. 20% der Patienten mit Depressionen verläuft die Erkrankung bipolar. Die reine Manie ohne depressive Phase ist mit etwa 5% sehr selten.

In Deutschland leiden schätzungsweise 5% der Bevölkerung, d. h. etwa 4 Millionen Menschen an einer Depression. Depressive Episoden kommen in jedem Lebensalter vor, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Nach aktuellen Studien erkranken viele Patienten aber bereits im Alter von 16–20 Jahren erstmals. Eine Depression kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens eine Depression zu entwickeln, beträgt zwischen 7 und 18%. Frauen sind etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen.

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