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Der Erreger


Das HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus) ist ein Retrovirusaus der Familie der Lentiviren. Man unterscheidet 2 Typen: HIV-1 und HIV-2, wobei der Typ 2 von geringerer Bedeutung ist. Typ 1 weist zahlreiche Subtypen auf, die unterschiedlich verbreitet sind. Subtyp B tritt vor allem in Europa und Nordamerika auf, während Subtyp C in Afrika am häufigsten ist.

Das Virus wird von einer Membran umhüllt, in der bestimmte Eiweißstoffe verankert sind. Diese Eiweiße versetzen den Erreger in die Lage, eine Körperzelle zu befallen.

Das Erbgut des Virus, die RNA, befindet sich zusammen mit anderen, für die Vermehrung des Erregers wichtigen Eiweißen im Kern. Gelangt das Virus in den Körper, knüpft es mit den Eiweißmolekülen an seiner Oberfläche an bestimmte Rezeptoren auf den Zielzellen an. Die Zielzellen sind eine bestimmte Gruppe von Immunzellen, die so genannten T-Helferzellen. Sie gehören zu den weißen Blutkörperchen und spüren Krankheitserreger und Fremdstoffe auf.

Das HI-Virus kann nur an Zellen „andocken", die auf ihrer Zelloberfläche das CD4-Molekül als Bindungsstelle aufweisen. Die Membranen verschmelzen und die Erbinformation des Virus gelangt gemeinsam mit den Eiweißen des Virus ins Innere der Zelle. Die RNA wird dann von dem viruseigenen Enzym Reverse Transkriptase in die Erbsubstanz der Zellen, die DNA, umgeschrieben und  dann in das Erbgut der Zellen eingebaut. Viren, deren RNA zuerst in DNA umgewandelt werden muss, bevor sie in das Erbgut einer Zelle integriert werden kann, nennt man Retroviren.

Auf diese Weise kann das Erbgut des Virus in die DNA der Wirtszelle eingebaut werden. Die Zelle wird dauerhaft infiziert und kann sich des Virus nicht mehr entledigen.

Ausführliche Informationen zum HI-Virus finden Sie hier.

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