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Diphtherie

Vorsorge & Impfung


Die Impfung ist der beste Schutz vor DiphterieDer beste Schutz vor einer Infektion mit Diphtherie-Bakterien ist eine Impfung. Die Impfung ist eine aktive Impfung mit dem abgeschwächtem Diphtherie-Toxin (Toxoid-Impfstoff). Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt neben der Standardimpfung im Kindesalter eine Impfung bei allen Personen ohne ausreichenden Impfschutz, d.h. wenn sie keine oder keine vollständige Grundimmunisierung erhalten haben oder wenn die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.

Bei folgenden Menschen ist es besonders wichtig, dass sie eine regelmäßige Auffrischimpfung bekommen:

  • Medizinisches Personal mit Kontakt zu Patienten
  • Personal in Laboratorien mit Diphtherie-Risiko
  • Aussiedler, Flüchtlinge und Asylbewerber aus Gebieten mit Diphtherie-Risiko, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, sowie das Personal dieser Einrichtungen
  • Bedienstete des Bundesgrenzschutzes und der Zollverwaltung
  • Reisende in Regionen mit Diphtherie-Risiko

Die Impfung gegen Diphtherie wird in der Regel in Kombination mit einer Tetanusimpfung und mit einer Keuchusten-Impfung (Pertussis) durchgeführt. In Deutschland sind über 97% der Klein- und Vorschulkinder gegen Diphtherie geimpft. Mit etwa 5 bis 6 Jahren und im Alter zwischen 9 und 17 Jahren sollten Kinder eine Auffrischimpfung erhalten. Leider vergessen dies viele Eltern. Deshalb sind viele Jugendliche und junge Erwachsene nicht mehr ausreichend geimpft. Bei den Rekruten der Bundeswehr hat beispielsweise nur noch etwa die Hälfte einen ausreichenden Impfschutz, obwohl über 95% von ihnen als Kinder geimpft wurden.

Erwachsene sollten etwa alle 10 Jahre eine Auffrischimpfung erhalten. Diese Impfungen werden jedoch oft versäumt: Nur etwa ein Drittel der Erwachsenen ist gegen Diphtherie ausreichend geschützt. Da in Deutschland die meisten Kinder gegen Diphtherie geimpft sind, hat dies meist keine Konsequenzen. Doch im Ausland entfällt dieser „Herdenschutz". Reisende, vor allem in Gebiete, in denen Diphtherie-Infektionen auftreten, sollten deshalb ihren Impfschutz unbedingt überprüfen. Eine Reise in ein Infektionsgebiet sollte frühestens nach der 2. Impfung angetreten werden.

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