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Erektile Dysfunktion

Erektion & Ejakulation


Der Penis (lateinisch für „Schwanz" oder „Glied") hängt im normalen Zustand beweglich über dem Hodensack. Die „Peniswurzel" ist am Beckenboden und den Ästen der Schambeine befestigt. Der Penis beinhaltet 3 Schwellkörper, die 2 Penisschwellkörper jeweils seitlich und den Harnröhrenschwellkörper an der Unterseite. Der Schwellkörper, der die Harnröhre umschließt, verhindert, dass diese bei Erektion komprimiert wird. Dadurch bleibt die Harnröhre trotz versteiftem Penis für den Samenerguss geöffnet.

 

Erektionsvorgang

Der Erektionsvorgang wird durch verschiedene Nervenzentren im Rückenmark gesteuert. Eine örtliche Reizung des Penis (reflexogene Aktivierung) sowie erotische Gedanken und visuelle Reizung (psychogene Aktivierung) können eine Erektion auslösen. Durch Erweiterung der zuführenden Arterien erhöht sich der Blutzufluss in die Schwellkörper, und die Blutkammern in den Schwellkörpern vergrößern sich. Die Ausdehnung vermindert das Abfließen von Blut, indem es die ableitenden Venen gegen die Hüllen der Schwellkörper presst und zusammendrückt.

Die Erweiterung der Hohlräume in den Schwellkörpern des Penis wird biochemisch gesteuert. Die modernen Mittel zur Verbesserung der Erektionsfähigkeit setzen an diesem Steuerungsprozess an.

Im Verlauf der Erektion werden folgende Phasen durchlaufen:

  1. Verlängerung des Penisschafts
  2. Durchblutungsvermehrung
  3. Erektion (Druck geringer als der systolische Blutdruck)
  4. Steifigkeit (Druck höher als der systolische Blutdruck)
  5. Verlust von Größe und Steifigkeit

 

Ejakulationsvorgang

Die Samenaustreibung läuft zeitlich koordiniert in 3 Phasen ab, die von verschiedenen Bereichen des Rückenmarks gesteuert werden. Folgende Phasen werden unterschieden:

  • Entleerung der Samenspeicher (Nebenhoden) und der Sekrete der Hilfsgeschlechtsdrüsen in die hintere Harnröhre (Emissionsphase)
  • Verhinderung der sog. rückwärtsgerichteten Ejakulation in die Harnblase (Blasenhalsschluss)
  • Ejakulation in Richtung Harnröhrenausgang durch Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur (antegrade Ejakulation)

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