Die Art der Beschwerden, die eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm verursachen kann, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Je nach Größe des tumorartigen
Finnengewebes in der
Leber leiden die Patienten unter einem Druckgefühl oder mehr oder weniger starken Schmerzen im Oberbauch. Mit zunehmender Krankheitsdauer fühlen sich die Betroffenen schlapp und müde und verlieren an Gewicht. Manche haben Fieber, einige leiden unter Blutarmut. Häufig wird der Galleabfluss so behindert, dass eine Gelbsucht (
Ikterus) entsteht. Drückt das Finnengewebe in der Leber auf Blutgefäße, kann sich das Blut in der großen Lebervene (Pfortader) stauen und zu einem Pfortaderhochdruck und schließlich zu einer
Leberzirrhose führen.
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Bild: Befall der Lunge bei einer Fuchsbandwurm-Infektion (Quelle: Prof. Thomas Löscher, Tropeninstitut München). |
Gelegentlich sind neben der Leber noch weitere Organe betroffen. So kann Finnengewebe über das Blut oder die Lymphe in andere Organe verschleppt werden. Betroffen sind am häufigsten das Bauchfell, die Lunge und das Gehirn. Je nach Organbefall können verschiedene Beschwerden auftreten, beispielsweise Schmerzen in der Brust, Husten und Atemnot oder Nervenstörungen wie Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Krampfanfälle.