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Gicht

Gicht-Medikamente (Urikosurika)


Behandlung von Gicht mit MedikamentenReicht eine Anpassung der Ernährung nicht aus, um die Harnsäure-Konzentration auf Normwert zu senken, müssen die Patienten zusätzlich Medikamente einnehmen. Dies ist beispielsweise notwendig bei:

  • Harnsäure-Werten über 9 Milligramm/ Deziliter Blut
  • Erhöhten Harnsäure-Spiegeln und familiärer Vorbelastung für Gicht
  • Gelenk-Gicht (auch bei früheren Anfällen)
  • Nierensteinen
  • Chronischer Gicht mit Bildung von Gichtknoten (Tophi)

Bestimmte Medikamente (Urikosurika) steigern die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren, beispielsweise Benzbromaron. Die Behandlung muss mit kleinen Dosen beginnend begonnen und langsam gesteigert werden, da höhere Dosen in dieser Phase einen Gichtanfall auslösen können. Außerdem scheidet der Patient am Anfang größere Mengen Urin aus, weshalb er mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinken muss.

 

Urikostatika

Eine weitere Möglichkeit, die Harnsäure-Konzentration zu senken, besteht darin, den Abbau von Purinen zu Harnsäure mit Hilfe von Medikamenten zu hemmen (Urikostatika). Der Wirkstoff Allopurinol unterdrückt das Enzym Xanthin-Oxidase, das den letzten Schritt des Purin-Abbaus fördert. Dadurch entsteht eine Vorstufe der Harnsäure, die leichter ausgeschieden werden kann.

Häufig bilden sich bei einer medikamentösen Behandlung bereits vorhandene Ablagerungen (Tophi, Nierensteine) zurück. Zu Beginn der Therapie mit Allopurinol kann deshalb vorübergehend der Harnsäure-Spiegel steigen und neue Anfälle auslösen. Der Arzt sollte in den ersten Monaten dagegen zusätzlich eine kleine Dosis Colchicin als Schutztherapie verordnen.

Geht die Gicht-Erkrankung auf eine sekundäre Hyperurikämie zurück, muss in erster Linie die auslösende Grunderkrankung behandelt werden.

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