
Hepatitis B
Behandlung von Hepatitis B
Bei normalem Krankheitsverlauf kann der Patient zu Hause betreut werden. Für eine akute Erkrankung gibt es keine spezielle Therapie. Lediglich bei einer fulminanten Hepatitis, d.h. bei äußerst schwerem Verlauf, kann ein antivirales Medikament (z. B. Lamivudin) verabreicht werden, ein Wirkstoff, der auch bei HIV-Infektionen eingesetzt wird. Bei schweren chronischen Hepatitis-B-Erkrankungen war Interferon-Alpha lange Zeit das einzige Mittel mit nachgewiesenem positivem Effekt. Über die Hälfte der Patienten klagten allerdings über grippeähnliche Symptome, vor allem Fieber und Müdigkeit, als Nebenwirkung. Auch Gewichtsverlust, Depressionen und Haarausfall sind häufige Begleiterscheinungen der Interferon-Therapie. Lamivudin, Adefovir und Entecavir sind alternative Wirkstoffe, die in der Regel auch bei Langzeittherapien gut vertragen werden. Die Entscheidung über das jeweilige bestgeeignete Therapieverfahren muss der Arzt individuell treffen.
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