
Insulin
Insulin wird üblicherweise in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Die richtige Spritztechnik lernen Patienten im Rahmen einer Diabetesschulung während der anfänglichen Einstellungsphase. Heute stehen verschiedene Injektionshilfen zur Verfügung, die als Pens bezeichnet werden. Sie sehen aus wie ein Füllfederhalter und enthalten den Insulinvorrat in einer Patrone, die ausgewechselt werden kann. Auch die Pen-Nadeln, die mehrfach verwendet werden können, lassen sich auswechseln.
Für die Insulintherapie wird heute fast nur noch Humaninsulin verwendet. In Deutschland sind die Insulinkonzentrationen U40 (40 IE/ml) und U100 (100 IE/ml) erhältlich. Insulin gibt es in verschiedenen Zubereitungsformen mit unterschiedlich langer Wirkungsdauer:
- Normalinsulin
- Insulin-Analoga
- Lang wirksame Insulinanaloga
- Verzögerungsinsuline
- Mischinsuline
- Inhalierbare Insuline
Häufigste Nebenwirkung einer Behandlung mit Insulin ist ein übermäßiger Abfall des Blutzuckerspiegels (Unterzuckerung). Vereinzelt können auch Insulin-Ödeme auftreten. Insulin-Allergien oder die Bildung von Antikörpern sind dagegen selten.
Insulin ist ein Hormon, das die Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse bilden. Es wird in das Blut ausgeschüttet, sobald die Zuckerkonzentration im Blut ansteigt. Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen Zucker (Glukose) aufnehmen können und der Blutzuckerspiegel sinkt. In den Muskeln und der Leber entsteht aus überschüssiger Glukose Reservezucker (Muskelstärke, Leberstärke). Da die Speicherkapazität von Muskeln und Leber begrenzt ist, werden größere Mengen an Glukose zu Fett umgebaut und in Fettgeweben eingelagert. Insulin fördert die Bildung von Fett und unterdrückt gleichzeitig den Fettabbau. Je mehr Fett im Fettgewebe eingelagert ist, umso mehr Insulin wird für die Bewältigung des Fettstoffwechsels benötigt.
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