
Kapselendoskopie
Prinzip
Je nachdem, ob die Speiseröhre, der Dünndarm oder der Dickdarm untersucht werden soll, stehen verschiedene Kapseltypen für die Endoskopie zur Verfügung. Aufgrund des sehr großen Blickfeldes und der hohen Auflösung der eingebauten Kamera(s) können Veränderungen im Inneren des Verdauungstraktes gut erfasst werden. Lichtquellen an der Kapsel sorgen für eine ausreichende Beleuchtung im Inneren des Körpers. Über Funk sendet die Kapsel die aufgenommenen Bilder an Sensoren, die sich außen am Körper des Patienten befinden. Die Daten werden von einem Rekorder aufgezeichnet, den der Patient an einem Gürtel trägt. Aufgrund der Ausrichtung der Sensoren am Körper lässt sich die aktuelle Position der Kapsel näherungsweise bestimmen.
Nachdem der Patient die Endoskopiekapsel geschluckt hat, aktiviert sich die Kapsel und sendet ihre Aufnahmen. Die Kapsel wird auf ihrem Weg durch das Verdauungssystem allein durch die Peristaltik bewegt. Hat die Kapsel den zu untersuchenden Abschnitt passiert, werden dem Patienten die Sensoren sowie der Rekorder abgenommen. Die Daten werden auf einen Computer übertragen und können vom Arzt mit einer speziellen Software ausgewertet werden. Die Kapsel wird auf natürlichem Weg ausgeschieden.


