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Krampfadern

Symptome bei Krampfadern


Zu den ersten Anzeichen gesellen sich als weitere Symptome oftmals Schwellungen (Ödeme) in den Beinen, meist an den Knöcheln, die gegen Abend zunehmen. Diese Flüssigkeitsansammlungen entstehen, wenn durch den erhöhten Druck in den Venen Blutflüssigkeit in das umliegende Gewebe gepresst werden.

Spannungs-, Schweregefühle in den Waden und Unterschenkelödeme treten besonders nach längerem Stehen oder Sitzen auf und verschwinden im Liegen oder bei Bewegung. Bei Frauen verschlimmern sich die Beschwerden während der Menstruation und in der Schwangerschaft. Auch Wärme kann die Symptome verstärken.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung ist mit bräunlichen Hautverfärbungen an den Beinen zu rechnen. Die Patienten fühlen oft einen brennenden oder stechenden Schmerz. Auch nächtliche Wadenkrämpfe können auftreten. Die Beine fühlen sie häufig übermäßig warm an und jucken. Die Haut kann verhärten und schimmert oftmals dünn und glänzend.

Abhängig davon, welche Venen von einer krankhaften Veränderung betroffen sind, werden verschiedene Formen der Krampfadern unterschieden. Sie treten oftmals gleichzeitig bei Betroffenen auf.

 

Besenreiser und retikuläre Varizen

Besenreiser betreffen sehr kleine Gefäße in der Haut und zeigen meist eine blau-rötlich verästelte Anordnung. Retikuläre Krampfadern sind netzförmig angelegt. Beide Varizenformen treten überwiegend an der Außen- und Vorderseite der Oberschenkel, der Außenseite der Unterschenkel sowie der Innenseite des Knies auf.

Retikuläre Varizen kommen bei etwa 65%, Besenreiser bei etwa 38% der Patientinnen und Patienten vor. Besenreiser und retikuläre Varizen können, müssen aber nicht, Vorstufe eines größeren Krampfaderleidens sein. In vielen Fällen bleiben sie ein kosmetisches Problem.

 

Seitenastvarizen

Sie betreffen die Seitenäste der beiden Stammvenen der Beine. Seitenastvarizen sieht man vorwiegend im Innenseitenbereich der Ober- und Unterschenkel. Bei etwa 45-50% der Krampfadern werden Seitenastvarizen gefunden. Eine Seitenastvarikose geht vielfach mit einer Varikose der Stammvenen einher, kann aber auch unabhängig davon auftreten. Bei starker Ausprägung müssen sie behandelt werden.

 

Stammvarizen

Stammvarizen sind Erweiterungen der beiden Hauptbeinvenen, der Vena saphena magna, die von der Fußinnenseite über die Innenseite des Unter- und Oberschenkels verläuft und im Bereich der Leistenbeuge in die tiefen Venen einmündet, sowie der Vena parva, die von der Fußaußenseite über den hinteren Unterschenkel verläuft. Bei einer Stammvarikose kann eine Störung der letzten Venenklappe vor der Einmündung des oberflächlichen in das tiefe Venensystem vorliegen.

Auch Stammvarizen finden sich an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel, teilweise auch auf dem Schienbein oder der Wadenrückseite. Die geschlängelten Krampfadern sind oft fingerdick und verlaufen bis zur Leiste hinauf. Etwa 19% der Patienten weisen Stammvarizen auf.

 

Perforansvarizen

Perforansvenen sind Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem und können krankhaft erweitert sein.

 

 

 

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