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Leberzirrhose

Symptome einer Leberzirrhose


Das persönliche Empfinden der betroffenen Patienten wird häufig erst im späten Stadium einer Leberzirrhose beeinträchtig. Zu den allgemeinen Krankheitszeichen zählen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Leistungsminderung. Ein großer Teil der Patienten klagt auch über ein Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch sowie Blähungen und Übelkeit.

Typische Anzeichen für das Vorliegen einer Leberzirrhose äußern sich in Hautveränderungen und hormonellen Störungen:

Hautzeichen

  • Sternförmige Neubildungen von Blutgefäßen besonders am Oberkörper und im Gesicht (Spider naevi, Gefäßspinnen)
  • Juckreiz
  • Verlust der Behaarung und vermehrte Gefäßzeichnung im Bauchbereich (Bauchglatze)
  • Weißnägel, Uhrglasnägel
  • Verdickung der Sehnen im Bereich der Handinnenflächen (Duputyrensche Kontrakturen)
  • Rötung der Handballen
  • Rückbildung der Haut („Geldscheinhaut") mit Erweiterung der Hautgefäße
  • „Lacklippen, Lackzunge"
  • Rückbildung der Muskulatur und Neigung zur Osteoporose

In jeder zweiten Schwangerschaft treten Hautveränderungen, wie z. B. Rötungen der Handballen oder sternförmige Gefäßneubildungen, auf, die sich nach der Geburt meistens zurückbilden und daher nicht als Zeichen einer Leberzirrhose zu werten sind.

Hormonelle Störungen

Beim Mann kommt es oft zu Verlust der männlichen Behaarung, Potenzstörungen, Rückbildung der Hoden und zur Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen. Frauen leiden vermehrt unter Menstruationsstörungen.

 

Ist bereits ein großer Teil der Leber zerstört können weitere Krankheitszeichen auftreten:

  • Gelbsucht (Ikterus) mit dunklem Urin, heller Stuhlfarbe und gelblicher Hautverfärbung

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