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Magengeschwür / Zwölffingerdarmgeschwür

Untersuchungen & Diagnose


Untersuchung bei einem Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, Besteht ein Verdacht auf ein Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür, führt der Internist zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Er stellt dabei Fragen zur aktuellen Gesundheitssituation sowie zu früheren Krankheiten (Anamnese). Eine wichtige Information für den Internisten ist dabei die Beschaffenheit des Stuhls und - sofern gegeben - des erbrochenen Mageninhalts. Ist der Stuhl schwarz gefärbt (Teerstuhl) oder hat der Mageninhalt das Aussehen von Kaffeesatz, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine Blutung in Magen oder Darm.

Bei der körperlichen Untersuchung prüft der Internist, ob der Ober- und Unterbauch empfindlich auf Druck reagiert. Danach schließt sich in der Regel eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes an. Auch Röntgenaufnahmen können wertvolle Informationen liefern: Bei einem Magen- oder Darmdurchbruch gelangt Luft in die Bauchhöhle, die im Röntgenbild sichtbar ist.

Außerdem kann der Internist auch an bestimmten Blutwerten erkennen, ob Bauchorgane entzündet sind. Verringerte Hämoglobin- und Hämatokrit-Werte sind z. B. typische Anzeichen einer Blutung in Magen oder Darm.

Eine endoskopische Untersuchung ist am besten geeignet, den Magen und Zwölffingerdarm auf ein Geschwür hin zu untersuchen. Dabei führt der Internist dem Patienten durch den Mund einen biegsamen Schlauch ein (Endoskop). Er kann damit die Schleimhautoberfläche in der Speiseröhre, im Magen und im Zwölffingerdarm begutachten und bestehende Geschwüre aufspüren. Nur so lässt sich ein Geschwür sicher von anderen Erkrankungen, wie z. B. Magenkrebs, unterscheiden.

Während der endoskopischen Untersuchung kann der Gastroenterologe eine kleine Gewebeprobe entnehmen und diese anschließend im Labor untersuchen lassen. So erhält der Internist endgültige Sicherheit, ob ein Geschwür oder etwa eine Krebserkrankung vorliegt. Außerdem ist kann er mit dieser Methode eine Infektion mit dem Krankheitskeim Helicobacter pylori nachweisen.

Unter Umständen empfiehlt der Internist nach der Magenspiegelung noch eine Computer- oder Kernspintomografie, um Erkrankungen von Gallenblase, Leber oder Bauchspeicheldrüse auszuschließen.

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