Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

Mittelmeer-Zeckenstichfieber

Vorsorge & Zeckenschutz


Gegen das Mittelmeer-Zeckenstichfieber gibt es bislang keine Impfung. Schutz vor Zeckenstichen ist deshalb gleichzeitig auch der beste Schutz vor dieser Erkrankung.

Weitere Tipps, wie Sie Zeckenstiche vermeiden können:

  • Vorsorge und Zeckenschutz bei Mittelmeer-ZeckenstichfieberVermeiden Sie deshalb Spaziergänge und Wanderungen durch Gebüsch, Unterholz und hohe Gräser, denn entgegen landläufiger Meinung fallen Zecken nicht vom Baum, sondern warten auf Wiesen und im Unterholz darauf, abgestreift zu werden. Die braune Hundezecke ist jedoch eine „Laufzecke", die sich aktiv ihren Wirt sucht.
  • Suchen Sie nach einem Aufenthalt in solchen Gebieten Kleidung und Körper nach Zecken ab. Zecken stechen meist in den Achseln, den Kniekehlen oder den Innenseiten der Oberschenkel. Wenn Ihr Hund Sie begleitet hat, untersuchen Sie auch ihn.
  • Tragen Sie glatte und helle Kleidung, denn daran können sich Zecken schlechter halten und werden auch besser gesehen.
  • Gehen Sie im Wald, am Waldrand und auf Wald- und Wiesenwegen nicht barfuss, mit nackten Beinen oder offenen Schuhen und meiden Sie den Kontakt mit Gräsern und Büschen am Wegrand.
  • Es empfiehlt sich, Hosenbeine in die Socken zu stecken, um die Haut nahtlos zu bedecken.
  • Insektenschutzmittel wie die sogennnten Pyrethroide können ebenfalls vor einem Zeckenstich schützen. Damit kann die Kleidung einschliesslich Schuhe und Strümpfe  imprägniert werden. Die Wirkung von Zeckensprays und -gelen, die auf die Haut aufgetragen werden, ist dagegen umstritten. Sie bieten meist nur eine kurzfristigen und partiellen Schutz vor Zeckenstichen.
  • Um Hundezecken und Rickettsien nicht aus dem Urlaub nach Deutschland einzuschleppen, sollten Sie Ihren Hund am besten nicht in gefährdete Gebiet mitnehmen und Hunde nur nach eingehender Untersuchung durch einen Fachmann mit nach Hause bringen.

Tipps zum Entfernen von Zecken:

Wer trotzdem von einer Zecke gestochen wird, sollte diese möglichst schnell entfernen, denn je länger der Saugvorgang dauert, desto eher werden Krankheitserreger übertragen. Am besten entfernen Sie eine Zecke mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange, notfalls auch nur mit einem Bindfaden oder mit den Fingernägeln. Zeckenzangen sind in Apotheken oder im Tierfachhandel erhältlich. Setzen Sie hierzu die Pinzette oder Zeckenzange (bzw. Bindfadenschlinge oder Fingernägel) möglichst direkt an der Haut an und ziehen Sie die Zecke ohne sie zu quetschen unter leichten Drehbewegungen rasch heraus. Nach der Entfernung sollte die Wundstelle gut desinfiziert werden und am besten ein Arzt aufgesucht werden, auch um eventuell an der Stichstelle verbliebene Reste des Zecke zu entfernen.

Behandeln Sie die Zecke vor der Entfernung nicht vor. Vielfach empfohlene Mittel, die die Zecke zum Loslassen animieren sollen, z. B. Öl, Salz, Benzin oder Zigarettenglut, haben vielmehr den gegenteiligen Effekt. Mit jeder Reizung von außen bildet die Zecke vermehrt Speichel oder erbricht. Dadurch werden viel eher Erreger ins Blut übertragen.

« vorherige Seite

nächste Seite »

Artikel mit Unterseiten drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema