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Nachsorge


An jede durch die Erstbehandlung „geheilte" Krebserkrankung schließt sich eine Behandlungsphase an, die man als Nachsorge bezeichnet. Die Nachsorge hat zur Aufgabe,

  • Rückfälle (Rezidive) rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
  • Begleit- und Folgeerscheinungen bzw. -erkrankungen festzustellen und zu behandeln.
  • rehabilitative Maßnahmen wie Anschlussheilbehandlungen oder Kuren einzuleiten.
  • die Patienten bei allen körperlichen, seelischen und auch sozialen Problemen zu unterstützen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität zu ergreifen (Psychoonkologie).

Die Untersuchungszeiträume hängen von der Art der Krebserkrankung ab. Generell erfolgen die Nachsorgeuntersuchungen direkt nach der Behandlung engmaschiger, später finden sie in größeren Abständen statt. Je nach Krebsart gilt ein Krebs als geheilt, wenn mehrere Jahre lang keine neuen Tumoren festgestellt wurden. Im Allgemeinen gelten 5 Jahre nach Erstbehandlung ohne erneuten Tumor als geheilt, Brustkrebs jedoch kann noch nach bis zu 3 Jahrzehnten wieder auftreten.

Die Nachsorgeuntersuchungen bestehen neben dem ärztlichen Gespräch in erster Linie aus einer gründlichen allgemeinen und Untersuchung. Bei Beschwerden oder Verdacht auf einen Rückfall müssen zusätzliche Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren oder Laboranalysen erfolgen.

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