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24.11.2010 Keine erhöhte Cholera-Gefahr für deutsche Touristen in der Dominikanischen Republik Das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung für die Dominikanischen Republik ausgesprochen. Für Touristen besteht keine erhöhte Gefahr, da Behörden bisher nur vereinzelt auftretende Fälle und Verdachtsfälle berichtet haben, die alle bei direkt aus Haiti eingereisten Personen aufgetreten waren. Für eine lokale Verbreitung in der Dom Rep gibt es derzeit keine Hinweise. „Wie für alle Länder der Karibik ist die wichtigste Regel ‚Cook it, boil it, peel it or forget it!', erklärt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). "Cholera wird wie viele Durchfallerkrankungen über mit Fäkalien verunreinigtes Wasser oder damit in Berührung gekommene Lebensmittel übertragen. Reisende sollten deshalb sicherheitshalber kein Leitungswasser trinken und keine Eiswürfel benutzen. Obst und Gemüse genießen Touristen am besten geschält und/oder gekocht. Fleisch und Fisch sollten auch nur gebraten oder gekocht verzehrt werden. Vorsichtig sein sollten Deutsche auf der Dominikanischen Republik mit Meeresfrüchten (Muscheln, Krabben und Ähnliches), da diese Schalentiere krank machende Keime wie Cholerabakterien sowie Hepatitis-A-Viren anreichern können, wenn sie nicht vollständig gekocht oder durchgebraten sind ", so der Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.. Impfschutz vor Reisen in die Karibik empfohlenDas Auswärtige Amt rät allen deutschen Touristen, die in die Dominikanische Republik reisen, sich gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie, bei längeren Aufenthalten auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus impfen zu lassen. Gegen Polio und Keuchhusten sollte jeder Reisende immunisiert sein. Auch gegen Cholera ist eine Impfung möglich, wenn ein besonderes Krankheitsrisiko besteht. Dies gilt u.a. bei Tätigkeiten, die einen engen Kontakt zu Kranken erfordern, beispielsweise in Krankenhäusern oder Flüchtlingslagern. „Wie Cholera gelangen Hepatitis-A-Viren fäkal-oral, d.h. über unsauberes Wasser oder damit gewaschenes oder gedüngtes Gemüse in den menschlichen Körper. Im Gegensatz zu den Cholerabakterien überlegen die viel kleineren Hepatitis-A-Viren die meisten Wasseraufbereitungsmethoden. Hepatitis B kann durch Körperflüssigkeiten weitergegeben werden, aber auch durch verunreinigte Bluttransfusionen oder unsaubere Spritzen, Friseur-, Kosmetik-, Tätowier- oder Piercinggeräte", warnt Prof. Löscher. Auch einzelne Fälle von Tollwut treten in der Dominikanischen Republik immer mal wieder auf. Hunde, Katzen und Fledermäuse gelten als Ansteckungsquelle. Laut der Reiseanalyse 2010 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) reisten 2009 ca. 700.000 Deutsche (über 14 Jahre) in die Karibik. Schätzungen der WHO und UNICEF zufolge haben in der Dominikanischen Republik etwa 87% der städtischen Bevölkerung und 54% der ländlichen Bevölkerung Zugang zu aufbereitetem Trinkwasser. Weitere Meldungen zum Thema:
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