Kardiologen im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


06.12.2010

Atemprobleme bei leichter Anstrengung können auf Herzschwäche hinweisen

Wenn Menschen schon beim Spazierengehen oder langsamen Treppensteigen aus der Puste kommen, deutet dies eventuell auf eine Herzschwäche, eine so genannten Herzinsuffizienz hin. „Spätestens wenn bei geringer körperlicher Anstrengung Atemnot auftritt, kombiniert mit häufiger Müdigkeit und Erschöpfung, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen", rät Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Da die Leistungseinschränkung in Folge einer Herzschwäche anfangs kaum merkbar ist, wird die Krankheit oft längere Zeit verschleppt - und befindet sich bei Diagnosestellung in einem fortgeschrittenen Stadium."

Bei einer Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, eine für den Bedarf des Organismus notwendige Blutmenge zu befördern. Eine Herzinsuffizienz ist in der Regel die Folge einer bestehenden Krankheit. „In den meisten Fällen entsteht sie aufgrund eines unbehandelten Bluthochdrucks oder einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels, der koronaren Herzkrankheit", erklärt Dr. Smetak. „Je früher die Behandlung einsetzt, desto länger können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten erhalten bleiben." Klinikaufenthalte können verringert und die Lebenserwartung in Anbetracht der insgesamt ernsten Prognose oftmals gesteigert werden. „Zum Therapiespektrum gehören neben dem Einsatz verschiedener Medikamente und möglicher chirurgischer Eingriffe zur Behandlung der Grunderkrankung oder Implantation unterstützender Geräte auch diätetische Maßnahmen, der Verzicht auf Genussmittel sowie regelmäßige körperliche Aktivität", empfiehlt der Kardiologe.

Die chronische Herzschwäche ist eine der häufigsten Erkrankungen der inneren Organe. In Deutschland leben derzeit mehr als 2 Millionen Menschen mit Herzinsuffizienz unterschiedlicher Ausprägung.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.

zum Artikel...

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...