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04.01.2011 Rheumaforschungszentrum Berlin erhält Rheo-Fortschrittspreis 2010
Die Forscher hatten u.a. untersucht, ob Patienten mit Rheuma rechtzeitig zu einem Facharzt – das heißt Rheumatologen - gelangen, wie neu entwickelte Medikamente (z.B. Biologika) wirken und welche Nebenwirkungen auftreten. Seit 1993 wurden pro Jahr rund 17.000 Patienten mit entzündlich-rheumatischen Krankheiten in einer umfangreichen Dokumentation der rheumatologischen Versorgung in Deutschland erfasst. So konnten in dieser so genannten Kerndokumentation Erfolge, aber auch Veränderungen, sowie regionale Unterschiede in der medizinischen Betreuung über die Jahre aufgezeigt werden. Diese Kerndokumentation hat zum Beispiel deutlich gemacht, dass Rehamaßnahmen, Physio- und Ergotherapie zunehmend seltener genutzt bzw. verschrieben werden. Die Kinder-Kerndokumentation stellte heraus, dass viele Jugendliche beim Übergang ins Erwachsenenalter ihre Behandlung abbrechen – offenbar, weil sie dann andere Prioritäten haben. Außerdem wurden Daten zu Arbeitsunfähigkeitszeiten, Krankenhausaufenthalten, Pflegebedürftigkeit und Erwerbsfähigkeit der Patienten erhoben. All dies ermöglicht es der Deutschen Rheuma-Liga, ihren Forderungen in Gesprächen mit Gesundheitspolitikern oder Krankenkassen mehr Nachdruck zu verleihen, da diese nun auf Basis einer wissenschaftlich fundierten Analyse dargestellt werden können. Zudem können Mängellisten bezüglich der Versorgung der Rheumatiker in Deutschland mit größerer Exaktheit erstellt werden. Weitere Meldungen zum Thema:
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