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17.01.2011

Versorgung von Rheumatikern durch Mangel an Rheumatologen gefährdet

Trotz zahlreicher Fortschritte in der rheumatologischen Forschung und verbesserter Therapiemöglichkeiten können viele Patienten mit entzündlichem Rheuma nicht erfolgreich behandelt werden, da es in Deutschland erheblich an Rheumatologen mangelt. Darauf weisen die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin. „Es gibt hierzulande nur halb so viele Rheumatologen, wie für eine bedarfsgerechte Versorgung  der Patienten notwendig wären“, erläutert Dr. Edmund Edelmann, Vorstandsvorsitzender des BDRh und praktizierender Rheumatologe in einer rheumatologischen Gemeinschaftspraxis in Bad Aibling. „Dadurch kommt es zu langen Wartezeiten von mehreren Monaten und zum Teil sehr langen Anfahrtswegen für die Patienten. Dies allerdings gefährdet eine rechtzeitige Therapie, die bleibende Schäden an den Gelenken verhindern könnte.“

Therapiefortschritte in der Rheumatologie werden ausgebremst
Neue Erkenntnisse in der rheumatologischen Forschung über die immunologischen Mechanismen, die zu entzündlichem Rheuma führen, haben die Therapiemöglichkeiten erheblich verbessert. „Dies eröffnet vielen Patienten die Chance, trotz Rheuma ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu führen“, erklärt Edelmann. „So kann z.B. bei Rheumatoider Arthritis (RA) durch eine frühe, konsequente Therapie erreicht werden, dass die Aktivität der Krankheit entweder nachlässt oder ganz zum Stillstand gebracht wird. Aus diesem Grund gibt es heutzutage glücklicherweise weitaus weniger Betroffene, die wegen einer rheumatischen Erkrankung erwerbsunfähig werden, als noch vor wenigen Jahren. Von dieser positiven Entwicklung kann trotzdem nur ein Bruchteil der Patienten profitieren, da wir sowohl in der ambulanten Versorgung als auch bei der Aus- und Fortbildung an den Universitäten einen gravierenden Mangel an Rheumatologen haben. Daher setzen wir uns als Berufsverband insbesondere gegen die bestehende Zulassungssperre von Rheumatologen zur kassenärztlichen Versorgung ein und fordern eine angemessene Vergütung fachärztlicher Leistungen.“



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