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12.01.2011 Patienten beklagen Mangel an Rheumatologen
Mit dem Projekt Patient Partner will die Deutsche Rheuma-Liga, die am 9. Dezember des vergangenen Jahres 40 Jahre alt geworden ist, dazu beitragen, dass sich mehr Mediziner auf Rheumaerkrankungen spezialisieren. Von der Krankheit sei jeder zehnte Bundesbürger betroffen. „Deshalb haben wir das Projekt geschaffen, damit wenigstens über die Studenten eine gewisse Lust an der Rheumatologie erzeugt wird“, berichtet die Verbandschefin. Für das Projekt, das bereits in Düsseldorf und Berlin läuft, gehen geschulte Patienten in die Universitäten und beteiligen sich an der Ausbildung der Studenten. „Da sind Studenten und Patienten zusammen, ohne weitere Lehrende.“ Die Patienten ließen sich z.B. nicht nur von den Kursleitern bzw. Studenten untersuchen, sondern gäben auch Auskunft über ihre eigenen Erfahrungen mit der Erkrankung. Die Rheuma-Liga will zudem erreichen, dass die im Gemeinsamen Bundesausschuss vertretenen Patienten nicht mehr nur beratenden Status haben, sondern auch abstimmen können. Das gelte vor allem für Entscheidungen über den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit mittlerweile 260.000 Mitgliedern der größte Patientenselbsthilfeverband in Deutschland. Sie wurde am 9. Dezember 1970 gegründet. Damals sei die rheumatologische Versorgung in Deutschland desolat gewesen, erzählt Gromnica-Ihle. Die Rheuma-Liga sieht sich als die Interessenvertretung rheumakranker Menschen gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit und bietet rheumaspezifische Dienstleistungen. Es gibt 16 Landesverbände. Zu den Serviceangeboten gehören Information, Beratung, der jeweiligen Krankheit angepasste Bewegungsangebote sowie Seminare und Schulungen. Vorrangiges Ziel ist, dass die Betroffenen besser mit ihrer Erkrankung leben können. Weitere Meldungen zum Thema:
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In Deutschland gibt es zu wenig Spezialisten für die Behandlung von Rheuma-Erkrankungen. Die Deutsche Rheuma-Liga will deshalb bei Medizinstudenten für die Ausbildung zum Rheumatologen werben. „Viele Universitäten haben gar keinen Lehrstuhl für Rheumatologie“, kritisiert die Präsidentin der Deutschen Rheuma- Liga, Prof. Erika Gromnica-Ihle. Für die gewünschte ärztliche Versorgung sei statistisch gesehen ein Rheumatologe auf 50.000 Einwohner notwendig. Um das zu erreichen, müsse die Zahl der Rheumatologen verdoppelt werden.

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