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03.02.2011 Häufige Sitzunterbrechungen sind gut für Herz und Figur
Genevieve Healy von der Universität von Queensland (Herston/Australien) und ihre Mitarbeiter analysierten die Daten von mehr als 4.700 Menschen aus den USA, die mindestens 20 Jahre alt waren. Die Teilnehmer trugen ein Messgerät, das sieben Tage lang ihre Bewegungen aufzeichnete. Außerdem bestimmten Forscher im Blut der Probanden Substanzen, die etwas über das Risiko einer Herzerkrankung aussagen: etwa den Cholesterinwert, die Insulinmenge oder den Gehalt des C-reaktiven Proteins, eines Entzündungsmarkers. Schließlich wurde auch noch der Taillenumfang gemessen. Die Ergebnisse: Je mehr Zeit ein Mensch im Sitzen verbrachte, umso eher fanden die Forscher Risikofaktoren für Herz- Kreislauferkrankungen - etwa einen größeren Taillenumfang, niedrigere Werte des „guten“ HDL-Cholesterins oder höhere Werte des C-reaktiven Proteins. Dies galt selbst für diejenigen Teilnehmer, die regelmäßig Ausgleichssport betrieben. Je häufiger ein Proband aufstand - auch wenn er sich nur für kurze Zeit bewegte - umso schlanker war seine Taille und umso geringer der Gehalt des C-reaktiven Proteins. „Die obersten 25 Prozent der Probanden, die am meisten Sitzunterbrechungen einlegten, hatten im Schnitt einen um 4,1 Zentimeter geringeren Hüftumfang als die untersten 25 Prozent“, berichtet Healy. Die Wissenschaftlerin rät, vor allem am Arbeitsplatz häufiger vom Stuhl aufzustehen und herumzugehen. Telefonanrufe oder kurze Konferenzen könnten zum Beispiel im Stehen erledigt und Kollegen persönlich aufgesucht statt angerufen werden. Die Sitzdauer bei den Teilnehmern schwankte zwischen 1,8 und 21,2 Stunden pro Tag. Die Zahl der Pausen vom Sitzen lag zwischen 99 und 1258 an allen sieben Tagen zusammen. Allerdings konnten die Wissenschaftler die nachteiligen Auswirkungen des langen Sitzens auf den Taillenumfang nur bei nicht-hispanischen Weißen nachweisen. Neben der bekannten Empfehlung, regelmäßig Sport zu treiben, sollte Patienten künftig auch geraten werden, möglichst wenig zu sitzen und oft aufzustehen, meint Healy. Untersuchungen zu den biologischen Ursachen für den beobachteten Zusammenhang stünden noch aus. Wer sich häufiger bewege, erhöhe aber auf jeden Fall seinen täglichen Energieverbrauch und nehme nicht so viel zu. Quelle: dpa
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