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24.03.2011

Luftverschmutzung auch Ursache für Herzinfarkte

Herzinfarkte werden ausgelöst, wenn in den Blutgefäßen vorhandene Kalkablagerungen (atherosklerotische Veränderungen) sich ablösen und die Blutversorgung des Herzens teilweise verschließen. Dieses potentiell lebensgefährliche Ereignis der koronaren Herzerkrankung stellt in vielen westlichen Ländern eine der häufigsten Todesursachen dar.

Für ihre Untersuchung haben Forscher am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel (Departement Epidemiologie und Public Health) zusammen mit Kollegen in Belgien den Beitrag verschiedener bekannter Ursachen von Herzinfarktereignissen analysiert und miteinander verglichen - mit dem Resultat, dass der Beitrag des Straßenverkehrs und die Belastung durch Luftverschmutzung erheblich sind. Dieser Anteil sei durchaus vergleichbar mit anderen zentralen Ursachen koronarer Ereignisse, wie z.B. akute körperliche Überanstrengung, üppige Mahlzeiten oder Ärger (siehe The Lancet (2011, Band 377, Ausgabe 9767, Seite: 732 - 740).

Nach Ansicht der Forscher unterstreicht die Studie die Wichtigkeit und den potentiellen Nutzen von politischen Maßnahmen, die Luftverschmutzung zu verringern, um Herzinfarkte zu verhindern. Die Forschenden weisen darauf hin, dass das Ausmaß der Folgen von Luftverschmutzung insbesondere in den sehr stark verschmutzten städtischen Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern von wachsender Bedeutung sei. Die Zunahme an koronaren Herzerkrankungen gehe auch dort mit der wachsenden Luftverschmutzung einher.

Quelle: Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Basel

 

 



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