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31.03.2011

Ultraschallverfahren zeigt Herzinfarktrisiko an

Mit der so genannten Stressechokardiografie können Kardiologen eine Koronare Herzkrankheit (KHK) feststellen und prüfen, wie stark die Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose verengt sind. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Herzfunktion und das individuelle Herzinfarktrisiko der Patienten ziehen. Besonders wichtig sei diese Ultraschalluntersuchung bei Frauen und bei Menschen mit Diabetes, betonte die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) auf einer Pressekonferenz am 9. März 2011 in Berlin. Denn bei ihnen seien die Symptome häufig untypisch. Daher würden Herzerkrankungen bei Frauen oft erst spät erkannt. Bei Menschen mit Diabetes komme es ebenfalls aufgrund einer blutzuckerbedingten Schädigung der Nerven, der diabetischen Neuropathie, meist nicht zu den sonst typischen Brustschmerzen. Stattdessen würden die Patienten oft über Atemnot oder einen Leistungsknick klagen.

Bei der Stressechokardiografie bringt der Patient seinen Herzschlag auf einem Fahrradergometer auf Touren. Ist dies beispielsweise wegen Gelenkerkrankungen nicht möglich, kann der Arzt den Pulsschlag auch durch Medikamente oder einen Herzschrittmacher steigern. Während der Belastung führt der Arzt eine Ultraschalluntersuchung durch und beobachtet die Herztätigkeit auf dem Monitor. „An Veränderungen der Wandbewegungen können wir erkennen, ob Abschnitte des Herzmuskels nicht ausreichend mit Blut versorgt werden”, erläutert Dr. med. Ralph Stephan von Bardeleben, Oberarzt in der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, II. Medizinische Klinik und Poliklinik an der Universitätsmedizin Mainz. Ursache seien meist Verengungen in den Herzkranzgefäßen. Im Unterschied zu einer Koronarangiografie komme das „Stress-Echo” ohne Katheter und ohne Röntgenstrahlen aus, wobei sich die Leistung der Ultraschall-Geräte in den letzten Jahren zudem deutlich verbessert habe.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
 



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