Rheumatologen im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


18.04.2011

Erkrankung an Rheumatoider Arthritis verdoppelt Sterberisiko bei Männern

Die Sterblichkeitsrate bei Männern, die an Rheumatoider Arthritis (RA) erkrankt sind, ist mehr als doppelt so hoch im Vergleich zu gesunden, gleichaltrigen Männern. „Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle US-Studie (Rheumatology 2011, Band 50/1, Seite 101-109), die über tausend Patienten mit RA im Alter von im Mittel 65 Jahren über sieben Jahre hinweg beobachtet hat", berichtet Dr. Edmund Edelmann, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) und praktizierender Rheumatologe in einer Gemeinschaftspraxis im bayerischen Bad Aibling. „In der 2314 Patientenjahre umfassenden Beobachtungszeit traten 138 Todesfälle auf - das entspricht einer Sterblichkeitsrate von 5,6 pro hundert Patienten und bedeutet im Vergleich zur Kontrollgruppe mit gesunden Männern doppelt so viele. Dieses Ergebnis ist ziemlich überraschend, zumal es auch darauf hinweist, dass Männer mit RA möglicherweise sogar ein höheres Sterberisiko als Frauen mit RA haben. Schließlich waren bisherige Studien zur Mortalität bei RA überwiegend auf Patientinnen beschränkt, da Frauen insgesamt häufiger von RA betroffen sind als Männer."

Überlebenschancen durch optimierte Kontrolle der Krankheitsaktivität verbessern

Die US-Forscher um Prof. Dr. Ted R. Mikuls aus Omaha haben auch untersucht, mit welchen Faktoren die erhöhte Sterblichkeit der RA-Patienten assoziiert war. „Dabei zeigte sich unter anderem, dass eine Basistherapie mit Methotrexat (MTX) das Sterberisiko um 40 Prozent senkt, während eine Therapie mit Cortison (Prednison) dieses Risiko erheblich (um fast das Doppelte) erhöht", betont Edelmann. „Das ist erneut ein Beleg dafür, dass wir mit einer optimierten Kontrolle der Krankheitsaktivität durch den Einsatz von Methotrexat und gleichzeitig möglichst wenig Cortison die Überlebenschancen von RA-Patienten durchaus verbessern können."

 



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.

zum Artikel...

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...