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11.05.2011 Lindern zuerst den Schmerz, dann die Gelenkentzündung
TNF-Blocker sind dafür bekannt, dass sie die Krankheitsaktivität bei RA besonders schnell einzudämmen vermögen. Jetzt haben Forscher um Dr. Georg Schett aus Erlangen mithilfe einer speziellen Aufnahmetechnik für die funktionelle Magnetresonanztomografie (FMRI) festgestellt (siehe PNAS 2011, Band 108, Seite 3731-3736), dass diese schnell einsetzende Wirkung der TNF-Blocker nicht primär auf einer Verringerung der Gelenksentzündung beruht. Vielmehr wirken sich die Medikamente zuallererst auf Schmerz verarbeitende Gebiete im Gehirn (Thalamus, somatosensorischer Kortex, limbisches System) aus, was zu einer besonders raschen Senkung der Schmerzempfindlichkeit führt. Bereits dadurch wird der Krankheitszustand der Patienten deutlich verbessert, wie die Forscher sowohl im Tierversuch mit Mäusen als auch beim Menschen beobachtet haben. Erst nachfolgend komme es zu einer Eindämmung der Gelenkentzündung. Im Hinblick darauf, dass Gelenkentzündungen chronische Prozesse sind mit strukturellen Veränderungen, die sich nicht schlagartig ausschalten lassen, waren die Forscher davon ausgegangen, dass die rasche Wirkung der TNF-Blocker zunächst über das zentrale Nervensystem vermittelt werden muss und erst später die Gelenkentzündung beeinflusst. Und das konnten sie nun auch experimentell belegen: Während sich in der fMRI bereits eine deutliche Schmerzlinderung nachweisen ließ, zeigten sich Entzündungsmarker - wie Gelenkschwellung oder bestimmte Eiweißstoffe (z.B. Akute-Phase-Proteine) - so früh nach einer Anti-TNF-Therapie noch nicht beeinflusst. Weitere Meldungen zum Thema:
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