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13.06.2011

Doping zur Leistungssteigerung beim Fitnesstraining kann der Gesundheit schaden

Nicht nur im Spitzensport, sondern zunehmend auch im Freizeit- und Breitensport wird die Einnahme von Dopingmedikamenten wie anabolen Steroiden und Wachstumshormonen praktiziert. Beim Krafttraining im Fitnessstudio greift bereits jeder vierte Mann und jede vierzehnte Frau zu solchen leistungssteigernden Mitteln, um eine Beschleunigung des Muskelaufbaus sowie auch des Fettabbaus zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage bei 484 Sportlern aus dem Großraum Frankfurt, die vor kurzem von Wissenschaftlern der Universität Frankfurt auf dem Jahreskongress des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden vorgestellt wurde. „Dabei wird offenbar verdrängt, dass die Anwendung von Dopingmedikamenten bekanntlich zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen hervorruft und der Gesundheit erheblich schaden kann“, mahnt Dr. Thorsten Schulz vom Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung an der Technischen Universität München und Mitglied der Nationalen Anti-Doping Agentur in der Arbeitsgruppe Dopingprävention. „Zu den häufigsten Auswirkungen zählen Haarausfall, Akne, Bluthochdruck, sich verschlechternde Leberwerte, Verletzungen an Bändern und Sehnen, sowie zunehmende Aggressivität und Reizbarkeit, aber auch Depressionen bis hin zu Halluzinationen."

Infertilität als mögliche Folge von Anabolika

Zu den unerwünschten Nebenwirkungen von Anabolika gehören bei Männern insbesondere auch Verweiblichungserscheinungen wie wachsende Brustdrüsen bzw. Entstehung einer weiblichen Brust (Gynäkomastie), da überschüssiges Testosteron im Körper teilweise in das weibliche Sexualhormon Östrogen umgewandelt (aromatisiert) wird. „Gleichzeitig wird die Samenproduktion bei Männern beeinträchtigt und ihre Hoden schrumpfen“, warnt Dr. Schulz. „Das kann zu Infertilität führen, zumal die körpereigene Testosteronproduktion bei lang anhaltender Zufuhr von Testosteron immer weiter gedrosselt und dann schließlich ganz eingestellt wird. Bei Frauen kann es demgegenüber durch die Einnahme von Anabolika zu Vermännlichungserscheinungen kommen, die nicht weniger abschreckend sein dürften: Zurückbildung Zurückbildung der weiblichen Brust, Wachstum des Kehlkopfes mit Vertiefung der weiblichen Stimme, Bartwuchs, Glatzenbildung usw.“

Wucherungen und beschleunigtes Tumorwachstum möglich

Wachstumshormone, die bei hoher Dosierung vor allem wegen ihrer fettabbauenden Wirkung eingesetzt werden, können wuchernde Gesichtsknochen und Organe sowie eine beschleunigtes Tumorwachstums verursachen. „Hobbysportler und Amateurathleten sollten daher ihrer Gesundheit zuliebe von einer Anwendung solcher leistungssteigernder Medikamente unbedingt absehen“, rät Dr. Thorsten Schulz vom Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung an der Technischen Universität München und . „Schließlich sind auch unter professionellen Sportlern schon zahlreiche Todesfälle, die durch Doping verursacht wurden, dokumentiert worden. Eines der bekannteren Beispiele war der Top-Bodybuilder Andreas Münzer, der 1996 nach jahrelangem massivstem Doping mit 31 Jahren an multiplem Organversagen gestorben ist.“


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