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27.06.2011

Nierensteine zur Analyse beim Facharzt mitbringen

Wer Nierensteine in seinem Urin bemerkt, sollte diese für eine Analyse durch einen Nierenspezialisten aufbewahren, raten die Internisten vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Die Zusammensetzung eines Steins kann dem Arzt nämlich wichtige Hinweise liefern, wie ein Patient die Bildung neuer Steine verhindern kann. Nierensteine entstehen, wenn bestimmte Salze im Urin nicht mehr gelöst bleiben und auskristallisieren. Die meisten Steine bestehen aus Kalziumoxalat, Kalziumphosphat oder Harnsäure. „Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, woraus ein Nierenstein besteht, denn durch eine angepasste Ernährung lässt sich die Gefahr neuer Steine verringern", erklärt Prof. Johannes Mann, Chefarzt der medizinischen Abteilung für Nieren und Hochdruckerkrankungen am Städtischen Krankenhaus München-Schwabing. So sollten Menschen mit Kalziumoxalat-Steinen auf Spinat, Erdnüsse, Kakao und Schokolade sowie Schwarz- und Grüntee verzichten, bei Harnsäure-Steinen wird von häufigem Fleischkonsum abgeraten. Kalzium selbst kann dagegen vor Nierensteinen schützen, da es im Darm die Aufnahme von Oxalat verringert." 

Gesunde Ernährung und viel trinken schützt

Auch eine Kochsalz-reiche Ernährung erhöht das Nierensteinrisiko, denn Salz steigert die Kalziumkonzentration im Urin. „Eine ungesunde, fettreiche Ernährung mit zu viel Salz und daraus resultierendes Übergewicht ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die starke Zunahme von Nierensteinen. Selbst Kinder müssen immer öfter aus diesem Grund behandelt werden", beklagt Prof. Mann. Auch durch einen Verzicht auf fett- und salzhaltige Fertiggerichte lässt sich Nierensteinen vorbeugen. „Besonders wichtig sind Obst und Gemüse, die Substanzen enthalten, die der Bildung von Harnsteinen entgegen wirken", betont Prof. Mann. Darüber hinaus ist ein ausgewogener Flüssigkeitshaushalt entscheidend, denn: „In einem klaren, dünnflüssigen Urin können sich keine Steine bilden. Deshalb sollte man unbedingt mindestens 1 bis 2 Liter pro Tag trinken - wer viel schwitzt oder sportlich aktiv ist, auch mehr", empfiehlt der Nierenspezialist.

 


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