News
|
21.07.2011 Neuer Therapieansatz für Patienten mit Systemischer Sklerose
Warum es zum Ausbruch dieser komplexen und seltenen Erkrankung kommt, ist bisher noch nicht bekannt. Ungeklärt ist auch, ob der Verlust der Blutgefäße zum Fortschreiten der Fibrose bei Patienten mit SSc beiträgt. Die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Dr. med. Jörg Distler in der Abteilung Rheumatologie und Immunologie der Medizinischen Klinik 3 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnten nun zeigen, dass Serotonin - das vor allem als Neurotransmitter (chemischer Botenstoff von Nervenzellen) bekannt ist - eine Schlüsselfunktion innerhalb der Fibroseentstehung bei Patienten mit SSc innehat (siehe Journal of Experimental Medicine (2011), Band 208/5, Seite 961-972). Die Gefäßveränderungen bei SSc-Patienten führen zu einer vermehrten Aktivierung von Blutplättchen. Hierbei werden große Mengen Serotonin von den Blutplättchen ausgeschüttet, so dass der Spiegel von Serotonin im Blut und im Gewebe ansteigt. „Wir konnten mittels Zellkulturversuchen und in experimentellen Modellen zeigen, dass das von Blutplättchen freigesetzte Serotonin die Synthese von Bindegewebsbestandteilen stark steigert", erläutert Distler. „Die stimulierenden Effekte von Serotonin werden dabei ausschließlich über einen einzelnen Rezeptor, den Serotonin-Rezeptor 5HT2B, vermittelt. Eine Hemmung der Freisetzung von Serotonin aus Blutplättchen oder eine selektive Hemmung des 5HT2B-Rezeptors konnte der Fibroseentwicklung in mehreren experimentellen Modellen vorbeugen." Tatsächlich könnte die Hemmung des Serotonin-Rezeptors ein viel versprechender neuer therapeutischer Ansatz zur Behandlung der SSc sein. „Die pharmakologischen Hemmer des 5HT2B, die wir in unserer Studie eingesetzt haben, sind bereits im klinischen Einsatz und werden gut vertragen", berichtet Distler. Auch eine erste Machbarkeitsstudie, die die anti-fibrotischen Effekte der Hemmung des Serotonin-Rezeptors bei Patienten mit SSc evaluieren soll, ist bereits in der Medizinischen Klinik 3 des Erlanger Universitätsklinikums angelaufen. Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Weitere Meldungen zum Thema: |
Im Fokus
Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen
|
Grippe-Impfung
Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten. |
Was kann bei Reizmagen tun?
Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend... |
Dem Diabetischen Fuß vorbeugen
Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag... |
Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung
|
Den Blutdruck korrekt messen
|
Wie man Diabetes verhindern kann
|
Was Sie über Grippe wissen sollten
|
Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen
Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken... |
Schilddrüsen-Check
|
Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt
|

Die Sklerodermie (auch Systemische Sklerose = SSc genannt) ist eine seltene Erkrankung und wird innerhalb der 

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.


Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...
Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...
Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...
Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...
Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...
Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...