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14.07.2011

Fusionierte Krankenkassen erstatten Reiseimpfungen

Ab dem 1. August wird die größte Innungskrankenkasse (IKK) in Deutschland unter dem Namen IKK classic ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen. Diese - aus der Fusion von Vereinigter IKK und der IKK classic - entstandene sechst größte gesetzliche Krankenkasse wird für ihre 3,6 Millionen Versicherten künftig alle Reiseimpfungen übernehmen. Ähnlich wie bei der Fusion von AOK Thüringen und AOK Sachsen zur neuen AOK Plus, profitieren die Versicherten von diesen neuen Versicherungsleistungen - ohne, dass dafür ein Zusatzbeitrag fällig wird. „Impfungen gehören zu den effektivsten und wichtigsten Präventionsmaßnahmen, die wir in der Medizin kennen. Als Ärzte können wir daher nur begrüßen, wenn Krankenkassen ihre Versicherten dazu motivieren, sich impfen zu lassen. Das gilt für die notwendigen Nachholimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten ebenso wie für die wichtigsten Reiseimpfungen gegen Hepatitis A und B. Gerade in Deutschland haben viele Erwachsene große Impflücken - insofern ist eine Kostenerstattung für Impfungen, die vor einem Auslandsaufenthalt notwendig sind, genau der richtige Weg", erläutert Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Der Internist aus Hamburg erwartet auch weitere Fusionen: „Noch immer ist die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen viel zu hoch - weitere Zusammenschlüsse werden folgen. Die Synergien und freiwerdenden Mittel sollten in sinnvolle Versorgungsleistungen für die Patienten investiert werden. Reiseimpfungen gehören - wie alle anderen Impfungen - dazu. Ich hoffe daher, dass auch andere Krankenkassen diese Leistungen für ihre Versicherten anbieten. Denn das wäre ein wichtiger Beitrag, um die schlechten Impfquoten gerade im Erwachsenenalter zu reduzieren", appelliert Wesiack.

Malaria-Prophylaxe und Impfungen: Informationen zu mehr als 300 Reisezielen weltweit

Aktuelle Informationen darüber, für welche Länder die Mitführung einer Malaria-Prophylaxe sinnvoll ist und welche Impfungen für Urlauber ratsam sind, bietet z.B. der Internetdienst http://www.fit-for-travel.de/. Mit reisemedizinischen Empfehlungen zu mehr als 300 Reisezielen weltweit gehört dieses Online-Angebot zu den umfangreichsten im deutschsprachigen Internet - auch als Applikation für internetfähige Mobiltelefone (die so genannten Smartphones) stehen die Informationen zur Verfügung. „Vor Reisebeginn sollte man wissen, welche klimatischen und hygienischen Bedingungen am Urlaubsort herrschen. Das gilt insbesondere für Familien, die mit kleinen Kindern verreisen. Denn - nicht alle Reiseziele eignen sich für Kleinkinder. Tropenreisen sollten z.B. vermieden werden. Doch auch in Europa gibt es Infektionsgefahren. Eine reisemedizinische Beratung beim Hausarzt ist daher unbedingt anzuraten - aktuelle Informationen aus dem Internet sind dabei sehr hilfreich", rät Wesiack, der als niedergelassener hausärztlicher Internist tätig ist.  Über  90 gesetzliche Krankenkassen  erstatten inzwischen Impfungen vor Auslandsaufenthalten für ihre Versicherten - viele bezahlen auch die empfohlenen Malaria-Medikamente. Eine Liste dieser Krankenkassen findet man ebenfalls beim Internetdienst fit-for-travel.


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