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26.07.2011 Immer mehr Menschen in Deutschland vor infektiöser Gelbsucht geschützt
WHO rechnet mit bis zu 5 Millionen Hepatitis-Toten in den nächsten 10 JahrenDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den kommenden Donnerstag (28.7.11) als ersten Welt-Hepatitis-Tag deklariert. Damit will man auf die weltweit steigenden Erkrankungen hinweisen, die durch die verschiedenen Erreger der infektiösen Leberentzündung ausgelöst werden. Nach Angaben der WHO sind weltweit fast 350 Millionen Menschen chronische Träger des Hepatitis-B-Virus und können damit andere Menschen anstecken. Alleine in Südostasien rechnen Experten mit bis zu 5 Millionen Todesfällen in den nächsten 10 Jahren. Ähnlich wie Hepatitis B wird Hepatitis C mittels Blut und anderen Körperflüssigkeiten von einem Menschen zum anderen weiter gegeben. Etwa 130 Millionen Menschen sind mit dieser Form der hoch ansteckenden Leberentzündung infiziert. Fast 80% aller Leberkrebserkrankungen führen Forscher auf Infektionen mit diesen beiden Erregern zurück. Im Gegensatz zu Hepatitis B oder C wird das Hepatitis A durch verschmutztes Wasser oder Lebensmittel übertragen. Infektionsketten kommen vor allem in Ländern mit mangelnden hygienischen Verhältnissen vor - die WHO geht von 1,4 Millionen Neuinfektionen pro Jahr aus. Meeresfrüchte und Muscheln gelten im Mittelmeerraum als besonderes Risiko - da die Schalentiere die krankmachenden Keime anreichern. „Wer gerne Muscheln oder Schalentiere isst, sollte geimpft sein. Untersuchungen zeigen, dass fast jede dritte Muschel im Mittelmeerraum mit Hepatitis-Viren infiziert ist. Portugals und Spaniens Küsten sind genauso betroffen wie Süditalien. In der Gegend um Neapel ist aufgrund der prekären Müll- und Abwasserproblematik besondere Vorsicht geboten", rät Löscher, der auch Leiter des Tropeninstitutes in München ist. Die Impfung gegen Hepatitis A kann auch noch kurz vor Reisebeginn verabreicht werden. Schon nach wenigen Tagen bietet sie einen ausreichenden Schutz gegen die gefährliche Leberentzündung. Liste der Krankenkassen, die Reiseimpfungen erstatten, beim reisemedizinischen Internetdienst www.fit-for-travel.de Weitere Meldungen zum Thema:
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