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08.08.2011

Mit Morbus Bechterew bloß nicht rauchen!

Patienten mit Morbus Bechterew sollten unbedingt auf das Rauchen verzichten. Darauf machen die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling aufmerksam. Diese chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung geht mit starken Schmerzen und einer zunehmenden Versteifung von Gelenken der Wirbelsäule - insbesondere der Gelenke zwischen Kreuzbein und Darmbein (Iliosakralgelenke) - einher und wird auch ankylosierende Spondyloarthritis genannt. „Zum ersten Mal ist in einer wissenschaftlichen Studie aufgezeigt worden, dass Rauchen einen sehr ungünstigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf einer auch ankylosierenden Spondyloarthritis (SpA) hat", berichtet Prof. Klaus Krüger vom wissenschaftlichen Beirat des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) und praktizierender Rheumatologe im Münchener Praxiszentrum St. Bonifatius. „Zum einen setzt die SpA-Erkrankung bei Rauchern früher ein als bei Nichtrauchern, zum anderen weisen Raucher eine größere Krankheitsaktivität auf. Insofern haben Raucher früher unter Rückenschmerzen zu leiden, entwickeln mit einer größeren Wahrscheinlichkeit bleibende strukturelle Veränderungen und Schäden an der Wirbelsäule und müssen grundsätzlich mit einem schlechteren Funktionsstatus und einer geringeren Lebensqualität im Vergleich zu Nichtrauchern rechnen." Dass sich Rauchen insbesondere auf Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis und Morbus Crohn negativ auswirkt, war bereits bekannt. „Jetzt ist dies auch für die versteifende Wirbelentzündung (Spondylitis ankylosans) nachgewiesen worden", betont Krüger. „Aus Untersuchungen von Patienten mit rheumatoider Arthritis ist darüber hinaus bekannt, dass die Wirkung von Rheumamedikamenten wie TNF-alpha-Blockern durch Rauchen deutlich verschlechtert wird."

 



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