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16.08.2011

TNF-Blocker gegen Rheuma sind nicht mit erhöhter Krebsgefahr verbunden

Die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen mit modernen Biologika aus der Klasse der TNF-Inhibitoren ist nicht mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Darauf weisen die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling unter Berufung auf eine aktuelle Studie aus Dänemark mit über 13.000 Patienten hin. „Das Risiko für die Entwicklung eines Tumors stand in keinerlei Zusammenhang mit den eingenommenen TNF-Inhibitoren", erläutert Dr. Edmund Edelmann, Vorstandsvorsitzender des BDRh und praktizierender Rheumatologe in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Aibling. „So stieg das Krebsrisiko weder zu Beginn noch mit der Dauer der Therapie an. Auch hinsichtlich der jeweils eingesetzten Anti-TNF-Wirkstoffe - sei es Infliximab, Adalimumab, Certulizumab Pegol, Gilimumab oder Etanercerpt - zeigte sich kein erhöhtes Krebsrisiko. Dieses war außerdem unabhängig vom Krankheitstyp der untersuchten Patienten und galt somit für Betroffene mit Rheumatoider Arthritis (RA), Psoriasisarthritis (PsA) und anderen Arthritiden gleichermaßen. Insgesamt entwickelten lediglich drei Prozent der über 13.000 Studienteilnehmer innerhalb von neun Jahren eine erste Krebserkrankung."

Frühere Studien hatten den Verdacht aufgeworfen, dass die Einnahme von TNF-Hemmern das individuelle Risiko für eine Krebserkrankung möglicherweise erhöhen könnte. „Die aktuellen Langzeitdaten zeigen jedoch, dass das Gesamtrisiko für maligne Erkrankungen unter einer Anti-TnF-Therapie nicht erhöht ist", betont Edelmann. „Diese Erkenntnis ist sehr erfreulich, zumal sich mit TNF-Blockern, die ja den wichtigsten Botenstoff der Entzündung - den so genannten Tumor Nekrose Faktor (TNF) - hemmen, die Prognose der Betroffenen tatsächlich erheblich verbessern lässt."

Quelle: EULAR 2011; FRI0203 - Studie, die ihre Daten aus dem dänischen DANBIO-Register bezog und von Dr. Lene Dreyer aus Kopenhagen erstmals auf dem EULAR-Kongress in London im Mai 2011 vorgestellt wurde.



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