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22.08.2011

Herzschwäche erhöht Risiko für Knochenschwund bedingte Brüche

Patienten, die unter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden, sind anfällig für Knochenschwund bedingte Brüche in den Wirbelkörpern, die sie häufig gar nicht bemerken, da 60 bis 70 Prozent der Wirbelkörperbrüche anfänglich ohne Schmerzen einhergehen. „Das erhöhte Frakturrisiko betrifft etwa jeden zehnten Patienten mit Herzschwäche, wobei es bei zusätzlichem Vorhofflimmern offenbar sogar doppelt so groß ausfällt  - das hat zumindest eine aktuelle Studie aus Kanada ergeben", erläutert Dr. med. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. „Obwohl manche der Patienten sogar multiple Frakturen aufweisen, erhält wegen der fehlenden Beschwerden nur ein Bruchteil von ihnen auch die erforderliche Osteoporose-Behandlung. Eine solche Therapie kann eine Ernährungsumstellung, mehr Bewegung oder auch Medikamente gegen den fortschreitenden Knochenschwund beinhalten."

Täglich spazieren gehen tut auch dem Herz gut

Um einer Osteoporose vorzubeugen, sollten Herzinsuffizienzpatienten sich kalziumreich ernähren und täglich spazieren gehen. „Regelmäßige Bewegung im Tageslicht fördert den Knochenaufbau und stimuliert die körpereigene Vitamin-D-Produktion. Eine Stärkung der Muskulatur kann allgemein auch Stürzen vorbeugen, die bei Knochenschwund fatale Folgen hätten", erklärt Smetak. „Bewegung tut natürlich auch dem Herzen gut. Wichtiger als die Intensität der Aktivität ist dabei ihre Regelmäßigkeit. Um das Fortschreiten eines bereits vorliegenden Knochenschwundes abzubremsen, können Präparate mit Kalzium und Vitamin D und spezielle Medikamente wie Biphosphonate verschrieben werden."



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