Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


29.08.2011

Ärzte raten zum Mückenschutz bei Reisen nach Südost-Europa

Nachdem in Griechenland mehrere Menschen an West-Nil-Fieber erkrankt sind und jetzt auch Malariaerkrankungen gemeldet wurden, empfehlen Reisemediziner Urlaubern, sich vor den Stichen der Überträgermücken zu schützen. Wie das Gesundheitsministerium in Griechenland mitteilte, sind auf dem südlichen Peleponnes sechs Menschen mit Malaria infiziert worden, darunter auch ein Kind. Seit Beginn des Jahres hat es in Griechenland auch mehrere hundert Fälle von West-Nil-Fieber, einer aus den Tropen bekannten Virusinfektion, gegeben.  Nach Angaben der Behörden sind zwei Menschen bisher gestorben. Auch aus Rumänien, Albanien und Russland wurden Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet.

„Bei den Malaria-Erkrankungen handelt es sich um die Malaria tertiana, das so genannte Dreitagefieber. Im Gegensatz zur Malaria tropica, verläuft die Tertiana meist nicht lebensbedrohlich. Vom Mückenstich bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen mindestens 12 Tage (Inkubationszeit), gelegentlich sogar Monate. Die Erkrankung ist durch Fieberschübe charakterisiert, die typischerweise in einem 48 Stunden-Rhythmus auftreten, das heißt am ersten und dritten Tag und so weiter – daher auch der Name. Beim West-Nil-Fieber ist die Inkubationszeit in der Regel etwas kürzer. Vor allem bei Menschen ab 50 kann die Krankheit schwer verlaufen und zu einer Hirnentzündung führen. Da es keine Therapie gegen diese Virusinfektion gibt, ist ein guter Mückenschutz die beste Vorbeugung“, rät Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

„ Helle, möglichst Haut-bedeckende Kleidung ist sicher sinnvoll. Die Mücken, die diese Krankheiten übertragen, sind meistens nachts und in der Dämmerung aktiv.  Daher ist die Anwendung von moskitoabweisenden Mitteln – den so genannten Repellentien – auf unbedeckten Hautstellen vor allem während dieser Zeit wichtig. Zudem sollte man in mückensicheren Räumen oder gegebenenfalls unter einem Moskitonetz schlafen.“ empfiehlt Löscher, der auch Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) ist.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.

zum Artikel...

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...