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01.12.2011

Herzfehler bei Geburt häufig

Eins von hundert Kindern kommt in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt. Das entspricht etwa 7000 herzkranken Kindern pro Jahr hierzulande. „Das ist die häufigste Erkrankung bei der Geburt", erläutert Sylvia Paul vom Vorstand der Stiftung Kinderherz. Mediziner kennen mehr als 50 verschiedene Herzfehler unterschiedlicher Ausprägung, was mit der komplizierten Entwicklung des Babyherzens im Mutterleib zu tun hat.

Mit einer schonenden, nichtinvasiven Ultraschalluntersuchung des Herzens - auch Echokardiografie oder Herzecho genannt - können bereits beim Ungeborenen Herzfehler erfasst und noch im Mutterleib behandelt werden. Dank der Fortschritte in der Kinderherzchirurgie und Kinderkardiologie können nach Stiftungsangaben mittlerweile die meisten Kinder mit angeborenen Herzfehlern operiert werden, um ihnen ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. „Selbst einem Kind mit einem halben Herzen ist zu helfen", erklärt Paul.

Ziel der Stiftung Kinderherz ist, dass jedes herzkranke Kind möglichst wohnortnah in hochspezialisierten Kinderherz-Kompetenzzentren optimal behandelt wird. „Mit der Unterstützung vieler regionaler Kinderherzzentren arbeiten wir für dieses große Ziel", heißt es auf der Webseite der Stiftung. „Gleichzeitig betreiben wir die bundesweite Vernetzung der Kliniken. Nur durch Kommunikation und Austausch kann jedes Herzzentrum - und damit jedes Herzkind - von der Kompetenz und Stärke des anderen profitieren. Auch wissenschaftliche Forschungsprojekte führen so schneller zum Erfolg. Und: Durch dieses Prinzip können Spendengelder gleichzeitig an mehreren Zentren ihre größtmögliche Wirkung entfalten."

Quelle: dpa



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