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04.01.2012 Hilfe und Spaß für Kinder mit Rheuma Viele halten Rheuma für ein typisches Leiden älterer Menschen. Doch auch Kleinkinder, Jugendliche und sogar Säuglinge sind von Rheuma betroffen: In Deutschland leiden mindestens 20.000 Kinder und Jugendliche an Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. Damit tritt die Krankheit in dieser Altersgruppe so häufig auf wie Diabetes oder Krebs. Die im August 2011 gegründete Kinder-Rheumahilfe München will die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Rheuma verbessern. Die Förderung eines „Transitions-Camps" für Teenager und Freizeitevents mit Suchhunden gehören zu den ersten Projekten. Sie machen den jungen Patienten Spaß und unterstützen gleichzeitig die Therapie. Anfang Dezember erlebten elf an Rheuma erkrankte Kinder im Hochseilgarten in Utting bei München einen Abenteuertag mit ausgebildeten Suchhunden (reddogs e.V.). „Diese Hunde sind leicht zugänglich, reagieren freundlich auf positive Kontaktaufnahme, regen aber auch zum Lachen, Spielen und Bewegen an", erklärt Privatdozentin Dr. med. Annette Jansson, Vorstandsmitglied der neu gegründeten Kinder-Rheumahilfe München und Leiterin der Rheumatologie im Dr. von Haunerschen Kinderspital am Klinikum der Universität München. „Gerade bei chronisch kranken Kindern, die im Alltag oft mit Vorurteilen, Zurückweisung und Niederlagen zu kämpfen haben, sorgt der Umgang mit Hunden für mehr Lebensfreude und Optimismus." Beim Abenteuertag in Utting ging es für die Acht- bis Sechzehnjährigen aber auch darum, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen und Ängste und Grenzen zu überwinden. Unter Anleitung der Hundetrainer des K9-Suchhundezentrums Landsberg sowie der Klettertrainer des Hochseilgartens, stand das Kennenlernen der Suchhunde-Rettungsarbeit - Trailen, Abseilen mit den Hunden sowie Trickdogging (Tricks mit dem Hund durchführen) - auf dem Programm. Die Kinder durften die Tiere bei der Suche nach einer versteckten Person führen oder sich gemeinsam mit ihnen von einem Klettergerüst abseilen. „Bei den Kindern sorgt das nicht nur für Begeisterung, es stärkt auch ihr Bewusstsein, dass sie tatsächlich viel mehr können, als sie sich oft zutrauen", so Jansson. Auch der 12-jährige Marco war begeistert: „Mantrailing ist total cool, das möchte ich das nächste Mal wieder ausprobieren". Der Verein plant gemeinsam mit dem K9-Suchhundezentrum regelmäßige Veranstaltungen dieser Art in München und Umgebung. Ein weiteres Projekt der Kinder-Rheumahilfe München ist das „Transitions-Camp" für rheumakranke Jugendliche. Das Freizeitangebot richtet sich an junge Rheumatiker im Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenbehandlung. „Gerade jugendliche Rheumapatienten fallen oft durch das Versorgungsnetz, da sie sich in der schwierigen Zeit der Pubertät am liebsten gar nicht mit ihrer Erkrankung beschäftigen möchten", so Jansson. In diesem Alter breche die Behandlung deshalb mitunter ab. Beim dritten internationalen Transitions-Camp im April 2012 am Bodensee treffen die jungen Patienten andere Betroffene in ihrem Alter, tauschen sich aus und vernetzen sich. Sie treiben dort gemeinsam Sport, lernen aber beispielsweise auch Selbstverteidigungs-Techniken. In Workshops beraten Experten die Teenager in Fragen zu Medikamenten und Therapien, ebenso zu Themen wie Ausbildung, Studium, Beruf, Sport, Liebe und Sexualität - und darin, wie diese sich mit einer Rheuma-Erkrankung vereinbaren lassen. Das „Transitions-Camp" findet vom 27. bis 29. April 2012 statt. Weitere Informationen finden Interessierte unter: http://www.kinder-rheumahilfe-muenchen.de/ Quelle: Kinder-Rheumahilfe München e.V. Weitere Meldungen zum Thema:
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