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02.01.2012

Künstliche Nägel können Pilzen und Allergien die Tür öffnen

Künstliche Fingernägel liegen im Trend und scheinen für viele Frauen das i-Tüpfelchen zum Modeoutfit darzustellen. Doch die künstlichen Nägel können Pilze und Allergien fördern, indem sie ihnen quasi einen ‚Tag der offenen Tür' bieten. Darauf macht die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen aufmerksam und rät: Finger weg von künstlichen Nägeln!

Nach Angaben der TK besteht bei der Bearbeitung des Nagels die Gefahr, sich mit einem Nagelpilz zu infizieren. Das Überkleben schwäche ferner das Nagelorgan und führe zu einer Verdünnung der Nagelplatte. Ein zu starkes Feilen des Nagels bis in das Nagelbett sei schmerzhaft und erhöhe zusätzlich das Risiko einer Infektion. Im Falle von Nagelveränderungen durch das Tragen künstlicher Nägel seien Infektionen mit Pilzerregern weit verbreitet. Es bestehe damit auch ein erhöhtes Übertragungsrisiko für mikrobielle Infektionen auf Dritte. Menschen, die in Berufen arbeiten, in denen Händehygiene wichtig ist - zum Beispiel Küchen-, Pflege- und medizinisches Personal - sollten unbedingt von künstlichen Fingernägeln Abstand nehmen, so die TK. Die Gefahr von Keimbesiedelung durch eine Verletzung des Nagels sei viel höher als mit Naturnägeln.

Beim Befestigen und Aushärten der Kunstnägel würden zusätzlich Dämpfe freigesetzt, die eine Kontaktallergie - eine sogenannte Acrylat-Allergie - auslösen können. Schwellungen und Hautausschläge im Gesicht und an den Händen könnten die Folge sein.

Da die Pilzsporen der Fingernagelpilze eine Waschtemperatur von 60 Grad überständen, sollten die Wäschestücke, die mit dem Pilz in Kontakt kommen, mit 90 Grad Celsius gewaschen werden. Alternativ könne auf Antipilzpuder zurückgegriffen werden.

Normalerweise lassen sich an unseren Fingernägeln sich viele Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen ablesen. Flecken, Rillen und Furchen in den Nägeln seien oft Anzeichen von Störungen im Organismus. Überziehe man die natürlichen Nägel dauerhaft mit einer künstlichen Schicht, verschwänden diese Warnsignale des Körpers einfach darunter. Erkrankungen könnten somit länger unerkannt bleiben und sich weiter ausbreiten.


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