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12.04.2012

Neues, begehbares Herzmodell in Leipzig

Mitte März wurde in Leipzig ein neues, begehbares Herzmodell der Öffentlichkeit vorgestellt, das Eigentum des Herzzentrums Leipzig ist und dort zukünftig bei Veranstaltungen für Patienten, Gäste und Interessierte, aber auch bei Symposien des medizinischen Personals Einsatz finden wird. Neben der Behandlung von Herzerkrankungen ist es ein Ziel des Herzzentrums Leipzig, kontinuierlich Prävention und Aufklärung zu leisten. Unter Einbindung des überproportional großen Herzmodells ist es möglich, medizinischen Laien kardiologische und kardiochirurgische Prozeduren noch besser bzw. genauer zu erläutern. „Das begehbare Herzmodell fasziniert als Erlebnis- und Erkenntnisraum Kinder ebenso wie Erwachsene und öffnet uns damit die Türen in eine neue Welt der Kommunikation rund um unser Kompetenzfeld, das Herz", berichtet Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Herzzentrums Leipzig.

Von Oktober 2011 bis Februar 2012 ist das Modell - mit einer Höhe von 2,08 m, einer Breite von 2,40 m und einer Länge von 4,20 m - in den Theaterwerkstätten der Oper Leipzig angefertigt worden. Über 700 Arbeitsstunden waren nötig, um das knapp 300 kg schwere, begehbare Herz herzustellen. Schlosser bauten den Wagen und das Grundgerüst des Mega-Organs, Tischler fertigten die Verkleidung, stabilisierten den Grundbau und fügten eine Schiebetür ein, die beide Herzkammern voneinander trennt. In der Kaschierabteilung folgte das Aufmodellieren des Herzens mit Styropor, das Herausarbeiten der genauen Formen und Strukturen, der Herzklappen und Blutgefäße. Zuletzt wurde das Modell im Malsaal lackiert. Im Theater der Jungen Welt folgte der Einbau von Licht- und Toneffekten, so dass das Herzklopfen des neuen Modells für die Zuschauer gut hörbar ist. Der Bau des Herzmodells wurde dokumentiert vom Fotografen Frank-Heinrich Müller. Bilder finden Sie im Internet unter: http://blog.photographiedepot.de/2012/03/leipzig-theaterwerkstatt-oper-ein-herz-for-the-record/

Auch ein Einsatz des Herzmodells im Theater der Jungen Welt Leipzig steht schon fest: „Mitten ins Herz - Eine theatrale Biologiestunde mit fünf Herzspezialisten" heißt das Theaterstück, das in der vergangenen Spielzeit knapp 1400 Zuschauer in 29 Vorstellungen ins Theater zog (Auslastung: 90%, damals bespielten die Akteure allerdings noch ein geliehenes Organmodell des Herzens). Diese Revue des Herzens führt die Zuschauer durch die lange Kulturgeschichte des wichtigen Organs, erzählt von den Herzopfern der Azteken, dem Totengericht der Ägypter, dem Minnesang und dem Nibelungen-Recken Siegfried, und führt die Zuschauer schließlich in die Gegenwart des verkitschten Herzens zu Herz-Zauber, Valentinstag und Herz-Liedern. Begleitet werden die Schauspieler dabei von einem Oberarzt des Herzzentrums: Herzchirurg Dr. Markus Barten. In dieser einmaligen Verbindung von Theater und Medizin ist es seine Rolle im Theater auf der Bühne, die wissenschaftlichen Fakten zu vermitteln und den Zuschauern zu erklären, was das Organ im menschlichen Körper leistet, welche Möglichkeiten die moderne Medizin hat, um ein Herz zu reparieren, und was man tun sollte, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Dr. Barten hat auch den Bau des neuen Herzmodells intensiv begleitet - auf seine Anregung hin wurden neuartige medizinische Methoden in das Modell integriert, wie z.B. zusätzlich eingesetzte Herzklappen und die Demonstration einer Bypass- oder Aorten-Operation.

Die nächsten Vorstellungen von „Mitten ins Herz - Eine theatrale Biologiestunde mit fünf Herzspezialisten" finden im April 2012 im Theater der Jungen Welt statt: Di, 24.4. und am Mi, 25.4., jeweils um 10 Uhr. Weitere Vorstellungen sind im Mai und Juni 2012 geplant.

Des Weiteren soll das Herzmodell im Museum der Bildenden Künste zur Langen Nacht der Museen (5. Mai 2012) und zur Langen Nacht der Wissenschaften (29. Juni 2012) in den Passagen am Leipziger Hauptbahnhof zu erleben sein.

Quelle: Herzzentrum Leipzig GmbH, Universitätsklinik

 

 

 



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