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11.04.2012

Wie sich Unfälle im Garten vermeiden lassen

Für viele Menschen ist Gartenarbeit ein regelrechter Jungbrunnen, da der Aufenthalt in der Natur und an der frischen Luft Körper und Seele gut tun. Dennoch ereignen sich nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jährlich etwa 200.000 Unfälle bei der Gartenarbeit. Damit der Garten insbesondere für Senioren unfallfrei ein Quell der Freude bleibt und bis in hohe Alter Spaß macht, gibt die Techniker Krankenkasse (TK) folgende Tipps:
  • Die Nutzgartenfläche als Hochbeet anlegen. So wird das Säen, Pflanzen und Unkraut jäten erleichtert. Leidiges Knien und Bücken gehört der Vergangenheit an.
  • Für Senioren gibt es im Handel spezielle Gartengeräte mit ergonomischen Griffen, Teleskopstielen, gepolsterten Kniekissen oder Sprossenleitern mit Geländer und Haltegriffen auf der oberen Plattform.
  • Hilfreich sind auch Gartenrollsitze, mit denen alle Tätigkeiten, die sonst eine gebückte oder kniende Haltung erfordern, im Sitzen erledigt werden können.
  • Bodendeckende Pflanzen wie Efeu verdrängen Unkraut und ersparen weitgehend das Jäten.
  • Ein alter Gartenteich kann in ein Kneippsches Wassertretbecken mit Handlauf verwandelt werden.

Da viele Senioren ihre Kräfte überschätzen und sich überfordern, rät die TK, bei der Gartenarbeit die nötige Vorsicht walten zu lassen und mit Arbeitsgeräten wie Rasenmähern, Heckenscheren oder Motorsägen konzentriert und aufmerksam umzugehen. Das gilt ebenso für Arbeiten auf Leitern.

Auch kann beim Gärtnern zusätzlich noch eine ganz andere Gefahr lauern: Tetanus. Bei der auch als Wundstarrkrampf bekannten lebensgefährlichen Krankheit können Erreger durch kleine Schnitt, -Riss und Schürfwunden in die Haut gelangen, sich vermehren und das krankmachende Gift bilden. Viele ältere Menschen sind an Diabetes erkrankt und müssen daher besonders auf ihre Füße achten. Verletzungen an diabetischen Füßen, die schlecht durchblutet sind, sind besonders gefährlich. Der Wundstarrkrampferreger kann sich dort noch besser vermehren und Giftstoffe freisetzen. Dennoch vergessen viele Menschen, ihren Impfschutz aufzufrischen. Die TK rät daher, einen Blick in den Impfpass zu werfen, wann die letzte Tetanusimpfung durchgeführt wurde. Der Schutz hält zehn Jahre und sollte dann erneuert werden. Die Impfkosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

 Fragen rund um Reise-Impfungen und generell Impfschutz können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

Quelle: Techniker Krankenkasse (TK)


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