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05.10.2007

Ausgestorbener Virus macht anfällig für HIV

Amerikanische Wissenschaftler haben ein Virus entdeckt, an dem Affen vor 4 Millionen Jahren erkrankten. Obwohl der Erreger seit etwa 2 Millionen Jahren ausgestorben ist, besitzen Menschen immer noch ein Gen, das sie immun gegen den altertümlichen Erreger macht.

Ausgerechnet diese Immunität soll nun verantwortlich sein für die menschliche Anfälligkeit für eine HIV-Infektion: Das Gen bildet eine Eiweiß-Variante, die die Ansteckung der Vorfahren des Menschen mit dem prähistorischen Virus verhinderte. Heute kann diese Variante den Menschen dagegen nicht so gut gegen das HI-Virus schützen wie die Eiweiß-Variante von Affen. Der Schutz vor dem einen Virus wurde also mit einer gesteigerten Anfälligkeit für ein anderes erkauft. Ein Prinzip, das möglicherweise auch auf andere Viruserkrankungen zutrifft.

Damit liefern die Ergebnisse der Forscher erstmals eine Erklärung dafür, warum Affen immun gegen HIV sind, Menschen aber nicht. Außerdem bestätigen sie eine lang gehegte Vermutung von Experten, dass Retroviren wie HIV schon seit Millionen von Jahren existieren - ein weiterer Beleg gegen die von manchen gehegte Verschwörungstheorie, HIV sei von Wissenschaftlern entwickelt worden und dann unabsichtlich oder absichtlich in die Umwelt gelangt.

Quelle:
Science 2007, 316: S. 1756-1758

Verschiedene Nachrichten rund um HIV und Aids finden Sie auch unter www.aerzte-im-netz.eu/ und www.hiv-info.de.

 



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