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12.10.2007

Gemeinsame Gene für Rheuma und Lupus

Die Studie eines internationalen Forscherteams weist auf genetische Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Autoimmunerkrankungen hin. Neben bereits bekannten Genen fanden die Wissenschaftler 2 neue Genkomplexe auf dem Chromosom 2, die bei vielen Rheuma- und Lupus-Patienten im Vergleich zu Gesunden verändert waren.

Die beiden Gene regulieren die Aktivität von Entzündungsbotenstoffen, so genannter Zytokine, die wiederum Zellen des Immunsystems steuern. Veränderungen in einem der beiden Gene, dem STAT4-Gen, erhöhte nicht nur das Rheuma-Risiko um bis zu 61%. Die Gefahr, an Lupus erythematodes zu erkranken, ist sogar um bis zu 141% erhöht. Nach Einschätzung der Forscher deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Rheuma und Lupus gemeinsame Ursachen haben könnten.

Bei einer rheumatoiden Arthritis richtet sich das körpereigene Immunsystem gegen Gelenke und manchmal auch gegen die inneren Organe. Beim systemischen Lupus erythematodes greift das Immunsystem vor allem innere Organe, die Gelenke und die Haut an. Beide Erkrankungen können zu schweren Behinderungen führen.

Quelle:
New England Journal of Medicine 2007, 357: S. 977-986

Verschiedene Nachrichten zu Rheuma finden Sie auch unter www.aerzte-im-netz.eu/.

 



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