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02.10.2014

Altersbedingtem Bluthochdruck mit Ausdauersport entgegenwirken

Ein guter Trainingszustand kann den altersbedingten Anstieg der Blutdruckwerte um fast zehn Jahre oder länger verzögern. Darauf machen die Kardiologen vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) aufmerksam unter Berufung auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus den USA, die im Journal of the American College of Cardiology (2014, Band 64(12):1245-1253) veröffentlicht wurde. „Während bei Männern mit einem geringen Fitnesslevel die Werte für den oberen bzw. unteren Blutdruck bereits ab einem Alter von 46 bzw. 42 Jahren beginnen anzusteigen, ist dies bei Männern mit einem hohen Fitnesslevel für den oberen Wert erst mit 54 Jahren der Fall, bzw. für den unteren Wert in einem noch weiter fortgeschrittenen Alter: mit etwa 90 Jahren. Wer regelmäßig Ausdauersport treibt, kann also die altersbedingte Entwicklung eines Bluthochdrucks deutlich hinauszögern", erläutert  Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des BNK und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. Untersucht wurde die körperliche Leistungsfähigkeit von knapp 14.000 gesunden Männern im Alter zwischen 20 und 90 Jahren über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg (von 1970-2006) anhand von wiederholten Belastungstests auf einem Fahrradergometer. „Wer seine Fitness verbessern will, sollte mindestens 150 Minuten pro Woche joggen oder stramm spazieren gehen. Das heißt: Schon eine halbe Stunde Bewegung pro Tag kann ausreichen, um die Entwicklung eines altersbedingten Bluthochdrucks möglichst lange aufzuhalten", erläutert Smetak.

Warum der Blutdruck altersbedingt ansteigt

Mit zunehmendem Alter versteifen die Blutgefäße, so dass das Herz das Blut gegen einen erhöhten Widerstand durch den Körper pumpen muss. Bluthochdruck auf Dauer überlastet das Herz, es kann sich eine chronische Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) mit Erweiterung der Herzkammern entwickeln, an der ein Drittel der Hochdruck-Patienten stirbt. Weitere Auswirkungen von unbehandeltem Bluthochdruck sind Herzrhythmusstörungen in Form von so genannten Extrasystolen und Vorhofflimmern. Bluthochdruck fördert zudem die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und erhöht damit das Risiko für eine koronare Herzkrankheit mit schmerzhafter Brustenge (Angina pectoris) und einen Herzinfarkt.

Quelle: äin-red

Dies ist eine Pressemeldung des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.internisten-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des Patienteninformationsportals der Internisten-im-Netz verlinken.



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