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25.04.2007 Für chronische Kranke sind Reiseimpfungen unerlässlich
Bei Menschen mit einer vorgeschädigten Leber kann beispielsweise eine Ansteckung mit Hepatitis-Viren schwere Folgen haben. Eine solche Infektion kann bei ihnen besonders schwer verlaufen und sogar tödlich enden. Hepatitis-A-Viren können über verunreinigtes Wasser, verdünnte Säfte, Salate und rohe oder ungenügend gekochte Meeresfrüchte übertragen werden, aber auch durch die gemeinsame Benutzung von Toiletten bzw. sanitären Einrichtungen. Hepatitis-B-Viren können über Blut und Körperflüssigkeiten weitergegeben werden. „In vielen Reiseländern ist die Hepatitis A - die so genannte Reisegelbsucht - weit verbreitet. Die Analyse der Daten zu Infektions- und Erkrankungsfällen bei Reisenden zeigt, dass in beliebten Reiseländern wie Griechenland oder Süditalien bereits ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt, während in der Türkei und Ägypten sogar eine hohe Ansteckungsgefahr besteht", erklärt der Münchner Tropenmediziner. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt daher Risikopatienten, d.h. Personen, die an chronischen Leberkrankheiten oder chronischen Krankheiten mit Leberbeteiligung leiden - wie z.B. viele Diabetiker - sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. „Aber nicht nur die Hepatitis-Impfungen sind wichtig. Patienten mit Grunderkrankungen können und sollten sich von ihrem behandelndem Arzt umfassend beraten lassen. So wird z.B. von der STIKO für chronisch Kranke generell ein Grippe-Impfschutz empfohlen und für Patienten ohne Milz (Asplenie) oder mit Immundefekt auch Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken", rät Prof. Löscher. Die Kosten für die Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Weitere Meldungen zum Thema:
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